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Start-up aus Malvern entwickelt Technologie gegen Cyberangriffe

2857440 (CC0), Pixabay
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Ein junges Unternehmen aus Malvern hat eine neue Technologie entwickelt, um Hackerangriffe und Identitätsdiebstahl zu bekämpfen. Das Start-up FarX, ansässig im Science Park der Stadt, kombiniert Sprach- und Gesichtserkennung mit künstlicher Intelligenz (KI), um den Zugriff auf sensible Daten sicherer zu machen. Die Technologie wird bereits in der Bankenbranche eingesetzt.

KI lernt den Nutzer kennen

Das System funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Je öfter es eingesetzt wird, desto besser lernt die KI ihren Nutzer kennen – und erkennt so immer zuverlässiger, ob wirklich die berechtigte Person vor dem Computer sitzt oder ein Betrüger beziehungsweise Deepfake-Angreifer versucht, sich einzuloggen.

Das Unternehmen wurde während der Corona-Pandemie gegründet und hat inzwischen Patente in Großbritannien und den USA erhalten.

Menschliche Emotionen als Sicherheitsfaktor

Gründer und Geschäftsführer Clive Summerfield, der seit über 30 Jahren im Bereich Spracherkennung tätig ist, erklärt:
„Wir haben eine KI-Algorithmusklasse entwickelt, die individuell lernt. Je öfter das System eine Person sieht und hört, desto präziser erkennt es sie – und desto besser erkennt es auch, wenn jemand anderes versucht, sie zu imitieren.“

Ein entscheidender Fortschritt liegt laut Summerfield in der Verknüpfung von Sprach- und Gesichtserkennung zu einem einheitlichen Algorithmus. Dadurch könne eine deutlich „reichhaltigere Form der Authentifizierung“ erreicht werden.

Der nächste Schritt in der Entwicklung soll darin bestehen, dass die Technologie auch Emotionen erkennt.
„Wir Menschen merken, wenn jemand glücklich, traurig oder verärgert ist – und genau das soll auch unsere KI lernen“, erklärt Summerfield.

Dies sei insbesondere für automatisierte Kundendienste wichtig. Künftige Chatbots könnten so nicht nur erkennen, wer mit ihnen spricht, sondern auch, wie der Kunde sich fühlt – ob zufrieden oder frustriert.

„Das ist die Zukunft der digitalen Kommunikation“, sagt Summerfield. „Sicherheit und Empathie werden miteinander verschmolzen.“

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