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Starbucks in der Krise: Kommt der Turnaround – oder streiken die Baristas ihn kaputt?

twalmedia (CC0), Pixabay
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Während Starbucks versucht, mit schnelleren Abläufen, nostalgischen Keramiktassen und handgeschriebenen Notizen seine Kundschaft zurückzugewinnen, droht die anhaltende Streikwelle der Belegschaft zum Stolperstein des neuen Kurses zu werden.

🚨 Neuer Streik am „Red Cup Day“

  • Baristas in über 25 US-Städten wollen am Donnerstag erneut streiken – am umsatzstarken „Red Cup Day“.
  • Die Gewerkschaft Starbucks Workers United fordert bessere Bezahlung und mehr Personal.
  • Starbucks sieht keinen großen Einfluss auf den Betrieb: Nur rund 1% der Filialen seien beim letzten Streik betroffen gewesen.

📉 Probleme trotz Chefwechsel

Seit dem Amtsantritt des neuen CEO Brian Niccol (ehemals Chipotle und Taco Bell) im vergangenen Jahr, versucht Starbucks mit seiner „Back to Starbucks“-Strategie wieder auf Kurs zu kommen:

  • Neue Sitzmöbel, strengere Kleiderordnung, kein Zugang mehr zu Toiletten für Nicht-Kunden.
  • Gleichzeitig über $500 Mio. für Personal- und Trainingsmaßnahmen angekündigt.

Aber:

  • Das US-Geschäft stagniert.
  • Es kam zu Filialschließungen, Entlassungen und dem Verkauf der China-Anteile.

⚠️ Konflikt mit Gewerkschaft verschärft sich

  • Die Verhandlungen über einen Tarifvertrag stocken.
  • Laut Gewerkschaft bietet Starbucks 0% Lohnerhöhung im ersten Jahr, danach nur 2% jährlich – zu wenig angesichts der Inflation.
  • Starbucks kontert: Die Forderungen seien betriebsgefährdend und die Löhne im Vergleich zum Handel bereits überdurchschnittlich (durchschnittlich $30/h inkl. Leistungen).

🧨 Image-Risiko für die Marke

  • Nur 5% der Starbucks-Filialen in den USA sind bisher gewerkschaftlich organisiert – doch der Trend steigt.
  • Kundenzufriedenheit sinkt, laut Brand Finance fiel Starbucks 2025 im Marken-Ranking auf Platz 45 – tiefster Stand seit 2016.
  • Mehr als 80 Demokraten im US-Kongress werfen Starbucks „Union Busting“ vor.

💬 Experten warnen

„Zufriedene Kunden gibt es nur mit zufriedenen Mitarbeitern“, sagt Stephan Meier (Columbia Business School).

„Das hätte Priorität haben müssen“, meint Managementberater Joe Pine über Niccols Strategie.

Fazit: Starbucks versucht, sich neu zu erfinden – doch ungelöste Konflikte mit den eigenen Mitarbeitenden könnten den Weg zum Comeback massiv erschweren.

 

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