Stadtvilla Lindenau von SSI Schäfer und angeboten von Planethome-die Lage passt nicht zum Preis. viel zu teuer aus unserer Sicht

Mit Verlaub, Leipzig-Lindenau kennen wir wirklich sehr gut, weil wir selber unser Büro dort seit 12 Jahren haben. Über eine „Lage in Lindenau“ muss uns somit natürlich keiner mehr etwas erklären. Genau darum geht es aber, wenn man eine Immobilie kauft. Es geht um die Lage, vor allem dann, wenn man dort ein Gebäude errichtet, was man dann noch „Stadtvilla“ nennt. Marketing hin oder her, hier geht es bei jeder Wohnung um viel Geld. Um viel Geld der Anleger.

Schaut man sich das gesamte Umfeld der Stadtvilla Lindenau in der Gemeindeamtsstrasse einmal genauer an, dann weiß man, das Preise oberhalb von 3.000 Euro m² nicht gerechtfertigt sein können, selbst bei goldenen Wasserhähnen und einem Marmorfußboden, um das mal ein wenig überzogen zu sagen. Lindenau ist sicherlich ein Standort, der sich gerade innerhalb Leipzig wirklich gut entwickelt, aber die Entwicklung findet rund um den Lindenauer Hafen statt.

Den sehen und riechen Sie hier nicht einmal aus dem Penthouse ganz oben im Gebäude. Wer sich eine Immobilie kauft, der will irgendwann auch mit der Immobilie Geld verdienen über das Wertsteigerungspotential. Je besser die Lage ist, desto höher ist natürlich das mögliche Wertsteigerungspotential der Immobilie. Genau das sehen wir durch die Lage des Objektes in Lindenau dann sehr kritisch. Die gibt dieses „Phantasie“ aus unserer subjektiven Sicht nicht her. Selbst bei 3.000 Euro/m²  hätten wir dann doch „eher Bedenken“, als das wir das Angebt empfehlen oder als attraktiv ansehen könnten.

Auch der hier für das Projekt anbietende Bauträger überzeugt uns nicht wirklich. Das Unternehmen SSI Special Select Invest AG hat sich übrigens einen Teil des Kapitals für dieses Projekt über ein Crowdinvesting geholt. Ein Unternehmen sollte solche Projekte dann auch aus eigenem Kapital stemmen können, so zumindest unsere Sicht.

Entscheiden, ob man das Risiko eines Erwerbs dieser Wohnungen eingehen will, muss dann aber jeder selber. Wir hätten da „Bauchschmerzen“.

SSI Special Select Invest AG

Wilnsdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz

Aktiva

31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
A. Anlagevermögen 1.111.199,63 1.048.205,95
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.536,00 4.988,00
II. Sachanlagen 881.867,80 886.534,00
III. Finanzanlagen 226.795,83 156.683,95
B. Umlaufvermögen 3.621.546,82 5.036.096,87
I. Vorräte 2.406.436,61 4.513.453,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.099.883,77 426.631,78
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 115.226,44 96.011,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 26.174,16
Bilanzsumme, Summe Aktiva 4.732.746,45 6.110.476,98

Passiva

31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
A. Eigenkapital 337.163,65 274.982,13
I. gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Gewinnrücklagen 0,00 146,70
III. Bilanzgewinn 37.163,65 -25.164,57
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 1.037.897,00 2.075.058,87
C. Rückstellungen 52.285,98 34.534,50
D. Verbindlichkeiten 3.305.399,82 3.725.901,48
Bilanzsumme, Summe Passiva 4.732.746,45 6.110.476,98

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

I. Allgemeine Angaben

Die Unternehmensname hat ihren Sitz in Ort. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Siegen unter HRB 10236 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Dabei werden die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB unverändert angewandt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB.

Die in den Vorjahren angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert angewandt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 150,00 werden sofort als Aufwand verbucht.

Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 wurde in Vorjahren ein Sammelposten gebildet und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 150,00 werden sofort als Aufwand verbucht.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gem. § 255 HGB angesetzt.

Die Herstellungskosten umfassen neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten.

Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Passiva

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktiva/Passiva

Die latenten Steuern wurden mit dem Wert der voraussichtlichen Steuerbelastung unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Steuersätze bewertet.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Gegen Gesellschafter bestehen Forderungen in Höhe von € 72.665,00 (Vorjahr € 27.187,56).

Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Verlustvortrag aus Vorjahren in Höhe von € 25.017,87 (Vorjahr € 40.220,03) enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben mit € 499.919,32 (Vorjahr € 1.021.366,10) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und mit € 0,00 (Vorjahr € 391.266,99) eine Restlaufzeit über fünf Jahre.

Die übrigen Verbindlichkeiten haben gesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Gegenüber Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von € 1.437,693,72 (Vorjahr € 1.299.135,61).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, der durch Pfandrechte gesichert ist, beträgt € 499.919,32 (Vorjahr € 1.528.131,34 ).

IV. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 4.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird durch ihren Vorstand,

Herrn Hans-Martin Diehl, Kaufmann,

vorgenommen.

 

Wilnsdorf, den 28. August 2017

gez. Hans-Martin Diehl

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde zur Wahrung der gesetzlich vorgeschriebenen Offenlegungsfrist vor der Feststellung offengelegt.

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