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Spenden für kalifornische Waldbrandopfer könnten FEMA-Hilfe einschränken

stux (CC0), Pixabay
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Über die Plattform GoFundMe wurden bereits mehr als 100 Millionen US-Dollar für die Opfer der verheerenden Waldbrände in Kalifornien gesammelt. Doch diese privaten Spenden könnten paradoxerweise dazu führen, dass Betroffene weniger finanzielle Unterstützung von der Federal Emergency Management Agency (FEMA) erhalten.

Warum könnten Spenden die FEMA-Hilfe reduzieren?

FEMA bietet finanzielle Unterstützung für Menschen, die durch Naturkatastrophen ihr Zuhause, Fahrzeuge oder persönliche Besitztümer verloren haben. Allerdings darf die Behörde nur Kosten übernehmen, die nicht bereits durch andere Quellen gedeckt wurden – dazu gehören Versicherungsleistungen oder Spenden über Plattformen wie GoFundMe.

Ein FEMA-Sprecher erklärte:
„GoFundMe kann eine großartige Möglichkeit sein, um sofortige Ausgaben zu decken. Doch wenn Sie dort klar angeben, dass das Geld für ein bestimmtes Bedürfnis wie den Kauf eines neuen Autos genutzt wird, kann FEMA Ihnen für denselben Zweck keine Hilfe gewähren.“

Das bedeutet: Wer beispielsweise über GoFundMe Geld für den Wiederaufbau seines Hauses sammelt, könnte später von FEMA keine zusätzliche Unterstützung für die gleichen Baukosten erhalten.

Hunderte Spendenaktionen für Waldbrand-Opfer

Allein für die Waldbrände in Los Angeles wurden bereits hunderte GoFundMe-Kampagnen gestartet – einige davon sammelten zehntausende Dollar. Ein Sprecher von GoFundMe verwies darauf, dass die endgültige Entscheidung über mögliche Auswirkungen der Spenden auf FEMA-Hilfen bei der Behörde selbst liege.

FEMA bestätigte, dass jede Anfrage individuell geprüft wird, um sicherzustellen, dass Überlebende die maximale Unterstützung erhalten, für die sie berechtigt sind. Allerdings können doppelte Leistungen nicht gewährt werden.

„Wir empfehlen allen Betroffenen, sich trotzdem um FEMA-Hilfe zu bewerben, damit wir ihren speziellen Fall prüfen können.“

Fazit: Spenden mit Bedacht deklarieren

Obwohl private Spenden eine wertvolle Soforthilfe sind, sollten Betroffene genau überlegen, wie sie ihre GoFundMe-Kampagnen beschreiben. Eine unklare oder ungeschickte Formulierung könnte dazu führen, dass staatliche Hilfen gestrichen oder reduziert werden.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich vorab über die Kriterien von FEMA informieren oder sich von einem Experten beraten lassen – denn in einer Notsituation zählt jede Unterstützung.

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