Das renommierte Smithsonian National Museum of American History hat kürzlich eine Referenz auf Donald Trump aus seiner Dauerausstellung über Präsidenten und Amtsenthebungen entfernt – trotz der Tatsache, dass Trump der einzige US-Präsident ist, der zweimal vom Repräsentantenhaus angeklagt wurde.
Begründung des Museums: „Rückkehr zur Version von 2008“
Laut Smithsonian handelt es sich um eine temporäre Maßnahme. Die aktuelle Ausstellung, Teil der Galerie „The American Presidency: A Glorious Burden“, wurde nach Angaben des Museums auf ihren Stand von 2008 zurückgesetzt, weil andere Inhalte in diesem Bereich ebenfalls nicht aktualisiert worden seien.
Der ursprüngliche Hinweis zu Trumps Impeachments war im September 2021 als kurzfristige Ergänzung eingefügt worden – und blieb bis Juli 2025 bestehen. Nun wurde er entfernt. Der begleitende Text in der Ausstellung spricht derzeit nur noch von „drei Präsidenten, die ernsthaft mit einer Amtsenthebung konfrontiert waren“ – Trump fehlt.
Online wird Trump erwähnt – aber nicht ausführlich behandelt
Auf der begleitenden Website zur Ausstellung heißt es zumindest korrekt, dass Trump 2019 und 2021 angeklagt wurde, aber der Senat ihn in beiden Fällen freisprach. Detaillierte Abschnitte zur Trump-Präsidentschaft oder seinen Amtsenthebungen existieren dort jedoch nicht. Stattdessen gibt es umfangreiche Informationen über Andrew Johnson, Bill Clinton und Richard Nixon (der vor seiner drohenden Amtsenthebung zurücktrat).
Zukünftige Aktualisierung angekündigt – aber ohne Zeitplan
Das Smithsonian kündigte an, dass eine aktualisierte Ausstellung künftig alle Präsidenten umfassen werde, gegen die ein Impeachment eingeleitet wurde. Ein Zeitrahmen wurde allerdings nicht genannt – und das Museum verweigerte weiterführende Stellungnahmen.
Politischer Druck im Hintergrund
Die Entscheidung fällt in eine politisch angespannte Phase: Die Trump-nahe Regierung hat wiederholt versucht, Einfluss auf das Smithsonian und andere Kultureinrichtungen auszuüben. So forderte das Weiße Haus im Mai die Abberufung von Kim Sajet, der Direktorin der National Portrait Gallery, wegen ihrer Unterstützung von Diversitätsinitiativen. Zudem unterzeichnete Trump im März eine Executive Order, mit der „anti-amerikanische Ideologien“ aus Kulturinstitutionen verbannt werden sollen.
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