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Rentner aus Südwestfalen verliert Millionen durch perfiden Schockanruf

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Ein Senior aus Südwestfalen ist Opfer einer besonders dreisten Betrugsmasche geworden. Telefonbetrüger erbeuteten von ihm Schmuck, hochwertige Uhren, Bargeld und Gold im Gesamtwert von mehreren Millionen Euro.

Falsche Geschichte von tödlichem Unfall

Anfang Februar erhielt der Mann einen sogenannten Schockanruf. Wie ein Polizeisprecher bestätigte, gaben sich die Täter als Polizeibeamte aus und behaupteten, die Tochter des Seniors habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Dabei sei angeblich eine schwangere Frau ums Leben gekommen.

Bei der Verstorbenen handele es sich, so die erfundene Geschichte weiter, um die Tochter eines serbischen Diplomaten. Um strafrechtliche Konsequenzen abzuwenden und die Forderungen der Familie zu erfüllen, müsse umgehend eine hohe Geldsumme sowie Wertgegenstände übergeben werden.

Übergabe an geheimem Ort

Nach Angaben der Ermittler erhielt der Rentner den ersten Anruf am 3. Februar. Noch am selben Tag kam es an einem geheim gehaltenen Ort zu einer Übergabe von Bargeld und Wertgegenständen. Am darauffolgenden Tag übergab das Opfer weitere Vermögenswerte, darunter Gold.

Die Polizei prüft nun, wie die Täter an die private Telefonnummer des Mannes gelangen konnten. Die Ermittlungen dauern an.

Medienbericht: Opfer soll Unternehmer sein

Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, bei dem Geschädigten handele es sich um einen Unternehmer und Milliardär aus Nordrhein-Westfalen. Die Polizei bestätigte lediglich, dass das Opfer in Südwestfalen lebt. Weitere Details wollten weder die Behörden noch das betreffende Unternehmen mitteilen. Begründet wird dies mit den laufenden Ermittlungen.

Schockanrufe verursachen Millionenschäden

Schockanrufe stellen bundesweit ein erhebliches Problem dar. Laut Bundeskriminalamt entstand im Jahr 2024 durch diese Betrugsmasche ein Schaden von fast zwölf Millionen Euro. Besonders häufig sind ältere Menschen betroffen. Täter setzen gezielt auf Angst und Zeitdruck, um ihre Opfer zur schnellen Herausgabe von Geld und Wertgegenständen zu bewegen.

Die Polizei Hagen rät, bei entsprechenden Anrufen misstrauisch zu sein, keine persönlichen Informationen preiszugeben und im Zweifel sofort aufzulegen sowie selbstständig Kontakt zu Angehörigen oder der örtlichen Polizeidienststelle aufzunehmen.

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