USA, Land der unbegrenzten Kalorien: In einem Land, in dem Käse aus der Tube und Fleisch in Nuggetform existieren, haben ein paar wagemutige Kläger jetzt die heilige BBQ-Kuh angefasst: McDonald’s wird verklagt, weil der McRib angeblich gar kein echtes Rippenfleisch enthält.
Was? Kein Rippenstück?!
Genau. Laut Klage besteht der McRib nicht aus saftigen, am Knochen gegarten Edelrippen, sondern aus einer zusammengepressten Fleischmasse, die aussieht wie Rippen, aber… nun ja… eher aus Schweineschulter, Magen, Herz und anderen „Delikatessen“ besteht. Bon appétit!
Die große Fleischverschwörung
McDonald’s kontert souverän: „Unser McRib besteht zu 100 % aus echtem Schweinefleisch.“
Ja klar, nur eben nicht unbedingt aus Rippenfleisch. Irgendwo muss das arme Tier ja noch andere Teile haben. Herz, Lunge, Magen – ist doch auch Schwein, oder?
Die Kläger sagen: „Verbraucher denken, sie bekommen Ribeye vom Schwein.“
McDonald’s sagt: „Ihr bekommt ein Produkt, das wie ein Rippchen aussieht, sich anfühlt und schmeckt wie ein Rippchen – reicht doch.“
Amerikanischer Patriotismus in der Brötchenhälfte
USA TODAY-Kolumnist Rex Huppke bringt es auf den Punkt:
„Ich weiß nicht, was genau im McRib ist – und es ist mir auch herzlich egal! Ich lebe in einem Land, in dem Hot Dogs eine eigene Lebensmittelgruppe sind und Mayonnaise als Dip für Pommes durchgeht.“
Seine Reaktion auf die Behauptung, im McRib stecke „scalded stomach“ (geschmorter Schweinemagen):
„MEHR SCHWEINEMAGEN, BITTE!“
Mehr als ein Sandwich – ein Mythos
Was der Big Mac für die Burger ist, ist der McRib für die Mystik: Er erscheint nur manchmal, bleibt nie lange, und niemand weiß genau, was drin ist. Eine Mischung aus Grillsoße, Nostalgie und vermutlich Innereien.
Wie bei Subway: Ist doch Wurscht, was drin ist
Erinnert sich noch jemand an die Klage gegen Subway, weil angeblich kein Thunfisch im Thunfisch war? Wurde abgewiesen. Ergebnis: Alle essen weiterhin fröhlich ihr mysteriöses Submarine-Sandwich – mit oder ohne Fisch.
Fazit
Dies ist Amerika.
Wenn etwas aussieht wie Fleisch, riecht wie Fleisch und in BBQ-Soße getränkt zwischen zwei labbrige Brötchenhälften gepresst wird, dann ist es auch Fleisch. Punkt.
Und wer wissen will, was genau „inter alia“ bedeutet, sollte lieber seinen Hot Dog nochmal angucken – aber nicht zu lange.
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