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Sicherheitslage in Berlin eskaliert – Stromausfall offenbart dramatische Schwächen im Krisenmanagement

wal_172619 (CC0), Pixabay
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Während große Teile Berlins seit Tagen ohne Strom sind, mehren sich nun beunruhigende Meldungen über erste Plünderungen in betroffenen Stadtteilen. In den Vierteln, wo weiterhin kein Strom fließt und viele Bewohner ihre Wohnungen verlassen haben – etwa um bei Verwandten oder Freunden unterzukommen –, nutzen Kriminelle offenbar gezielt die Gelegenheit. Es ist eine Situation, die man bisher eher aus Krisengebieten kennt – nicht aus der Hauptstadt eines führenden Industriestaates.

Die Frage, die sich nun immer drängender stellt, lautet: Kann Berlin überhaupt noch die Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger sowie den Schutz ihres Eigentums gewährleisten? Die Antwort fällt ernüchternd aus. Die Polizei ist vielerorts überlastet, Notrufsysteme funktionieren nur eingeschränkt, und auch die Präsenz von Ordnungskräften in den dunklen Straßen ist spürbar reduziert.

Dass der Regierende Bürgermeister Kai Wegner ganze zehn Stunden benötigt hat, um nach dem Anschlag überhaupt ein öffentliches Statement abzugeben, ist nicht nur ein Kommunikationsversagen – es ist ein Symbol für das gesamte Krisenmanagement des Berliner Senats, das von Unsicherheit, Zögern und mangelnder Vorbereitung geprägt ist. In Zeiten, in denen schnelle, klare und beruhigende Führung gefragt wäre, herrschen in der Hauptstadt stattdessen Funkstille und Chaos.

Die Vorkommnisse offenbaren eine alarmierende Schwäche des Staates in einem seiner ureigensten Verantwortungsbereiche: der Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung. Wenn die öffentliche Infrastruktur mit wenigen Brandsätzen außer Kraft gesetzt werden kann – und dann weder technische Redundanz noch politische Handlungsfähigkeit sichtbar werden –, ist das eine fatale Botschaft an die Bevölkerung und an potenzielle Nachahmungstäter.

Der politische Preis für dieses Versagen wird kommen – und er wird hoch sein. Die CDU und SPD, die in Berlin seit Jahren die Verantwortung tragen, müssen sich bei den kommenden Senatswahlen auf eine Quittung der Wähler einstellen. Wer in der Krise schweigt oder versagt, verspielt Vertrauen – und das nachhaltig.

 

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