In den USA steht seit Mittwoch mal wieder alles still – außer natürlich Polizei, Flugsicherung und Krankenhäuser. Der Rest der Verwaltung? Macht Pause. Das nennt man dort „Shutdown“. In Deutschland würde man wohl sagen: „Freitag nach Brückentag, bloß offiziell.“
Trump: Stillstand ist Fortschritt
Für viele Politiker ist ein Shutdown eine Krise. Donald Trump sieht darin dagegen eine goldene Gelegenheit – wie ein Kind, das im Supermarkt eingeschlossen wird. Nur dass er nicht Schokoriegel hortet, sondern Beamtenstellen streicht. Trump will bis Dezember 300.000 Jobs im Regierungsapparat streichen. Sein Kalkül: Wenn keiner arbeitet, merkt vielleicht keiner, dass die Ämter fehlen.
Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar bringt es auf den Punkt: „Für Trump ist der Shutdown weniger eine Krise als ein Instrument, um den Staat zu verschlanken.“ Übersetzt: Zwangsdiät für die Bürokratie – ohne dass sie gefragt wird.
Demokraten: „Wir lassen uns nicht einschüchtern“
Die Demokraten kontern gelassen. Chuck Schumer, Fraktionschef im Senat, sagt sinngemäß: „Netter Versuch, Donald, aber wir bleiben hier sitzen – auch wenn die Lichter ausgehen.“ Sein Schwerpunkt liegt auf dem Gesundheitssystem, das Trump zuletzt kräftig beschnitten hat.
Migration als Joker
Weil es ohne Skandal langweilig wäre, hat Trump auch noch die Migration ins Spiel gebracht: Laut Weißem Haus sollen die Demokraten Geld für die Gesundheitsversorgung von Migranten ohne Papiere eingeplant haben – ein Vorwurf, der laut Faktencheck so haltbar ist wie ein Donut im Fitnessstudio.
Shutdown als Dauerbrenner
Dass die US-Regierung stillsteht, ist übrigens kein neues Phänomen: Seit 1974 gab es ganze 21 solcher Pausen. Trump hält den Rekord für den längsten – 35 Tage über den Jahreswechsel 2018/19. Damals war es der Streit um die Mauer zu Mexiko, heute geht’s um Budget und Schuldengrenze.
Die wirtschaftlichen Folgen? Überschaubar. Die Angestellten kriegen ihr Geld später nachgezahlt, und die Wirtschaft holt Versäumtes oft wieder auf. Nur das Gold freut sich: Es klettert zuverlässig nach oben, wenn die Politik mal wieder im Selbstzerstörungsmodus steckt.
Fazit
Für Trump ist der Shutdown kein Albtraum, sondern eine Chance auf Reality-TV-Niveau: „Die große Verwaltungs-Diät – mit Donald Trump!“
Statt Sparschwein zu schlachten, schlachtet er einfach gleich die ganze Verwaltung. Und wer weiß – vielleicht nennt er das eines Tages sogar „sein größtes Bauprojekt seit der Mauer“.
Kommentar hinterlassen