Der Tod des Schauspielers und Comedians Alex Duong mit nur 42 Jahren lenkt die Aufmerksamkeit auf eine wenig bekannte, aber besonders aggressive Krebserkrankung: das alveoläre Rhabdomyosarkom. Die Diagnose gilt als selten – und gerade deshalb als tückisch.
Rhabdomyosarkome entstehen im sogenannten Weichteilgewebe, genauer gesagt in der Skelettmuskulatur. Während die Erkrankung häufiger bei Kindern auftritt, kann sie grundsätzlich Menschen jeden Alters betreffen. Die alveoläre Form gilt dabei als besonders gefährlich: Sie wächst schnell, neigt zu Rückfällen und bildet früh Metastasen.
Im Fall Duong zeigte sich die Krankheit zunächst unscheinbar. Kopfschmerzen, später ein hervortretendes Auge – Symptome, die leicht übersehen oder fehlgedeutet werden können. Innerhalb kurzer Zeit verlor er das Sehvermögen auf einem Auge. Die Diagnose folgte erst, als die Erkrankung bereits fortgeschritten war.
Genau darin liegt eines der Probleme: Die Symptome des Rhabdomyosarkoms hängen stark davon ab, wo sich der Tumor befindet. Möglich sind Schwellungen, Schmerzen oder Sehstörungen, aber auch Bauchbeschwerden oder Blutungen. Eine eindeutige Früherkennung ist schwierig.
Die Ursachen der Erkrankung sind bis heute nicht vollständig geklärt. Zwar bringen Mediziner bestimmte genetische Veränderungen mit einem erhöhten Risiko in Verbindung, doch in den meisten Fällen lässt sich kein klarer Auslöser feststellen. In den USA werden nur einige hundert neue Fälle pro Jahr diagnostiziert.
Therapeutisch wird meist ein kombinierter Ansatz verfolgt: Operation, Bestrahlung und Chemotherapie kommen parallel zum Einsatz. Dennoch bleibt die Prognose insbesondere bei Erwachsenen häufig ungünstig. Die alveoläre Variante gilt als die Form mit den schlechtesten Heilungschancen.
Auch bei Duong konnte die Behandlung den Verlauf nicht dauerhaft stoppen. Der Krebs breitete sich weiter aus, schließlich auch in die Wirbelsäule. Zuletzt war der Schauspieler bettlägerig.
Der Fall macht deutlich, wie wenig bekannt diese Krebsart ist – und wie schnell sie lebensbedrohlich werden kann. Für die Forschung bleibt sie eine Herausforderung: selten, schwer zu erkennen und oft erst spät diagnostiziert.
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