Eine Frau aus dem Raum Schmalkalden ist nur knapp einem dreisten Telefonbetrug entgangen. Unbekannte Täter hatten sie mit einem sogenannten Schockanruf unter Druck gesetzt und behauptet, ein naher Angehöriger sei schwer erkrankt. Nur ein sofort zu beschaffendes Medikament könne das Leben retten – doch es koste 150.000 Euro.
Schwiegermutter durchschaut die Masche
Während die Frau am Telefon immer stärker bedrängt wurde, bemerkte ihre Schwiegermutter die Situation. Sie ließ sich die Geschichte schildern, erkannte sofort den Betrugsversuch und verhinderte, dass Geld überwiesen oder übergeben wurde. „Die Täter klingen sehr überzeugend, man glaubt wirklich, es gehe um Leben und Tod“, schilderte die Betroffene später. „Ich bin sehr dankbar, dass meine Schwiegermutter so schnell reagiert hat.“
Anzeige erstattet – Polizei ermittelt
Die Frau wandte sich direkt an die Polizei und erstattete Anzeige. Die Beamten leiteten Ermittlungen ein und ordnen den Vorfall einer weit verbreiteten Betrugsmasche zu. Zielgruppe der Täter sind meist ältere Menschen, die durch Schockanrufe in Panik versetzt werden sollen.
Polizei warnt eindringlich
Die Polizei rät in solchen Situationen:
-
Sofort auflegen. Nicht auf das Gespräch einlassen und sich nicht unter Druck setzen lassen.
-
110 wählen. Wer Zweifel hat, sollte umgehend die Polizei anrufen und den Vorfall melden.
-
Keine Daten preisgeben. Weder persönliche Informationen noch Kontodaten oder Vermögensverhältnisse sollten am Telefon herausgegeben werden.
-
Familie einbinden. Angehörige sollten über diese Masche informiert sein, um im Ernstfall unterstützen zu können.
Durch das beherzte Eingreifen der Schwiegermutter blieb der Frau ein Schaden von 150.000 Euro erspart. Sie selbst erzählt ihre Geschichte nun bewusst öffentlich, um andere Menschen vor solchen Anrufen zu warnen.
Kommentar hinterlassen