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Schweres Erdbeben im Pazifik – Tsunamiwarnungen für Hawaii, US-Westküste, Japan und weitere Regionen

DTCU (CC0), Pixabay
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Ein massives Erdbeben der Stärke 8,8 hat am Dienstagabend (Ortszeit) vor der abgelegenen Ostküste Russlands den Pazifik erschüttert. Infolge des Bebens wurde für zahlreiche Küstenregionen rund um den Pazifik eine Tsunamiwarnung ausgelöst – darunter für Japan, Hawaii, Teile Alaskas und die Westküste der Vereinigten Staaten. Auch in US-Territorien wie Guam, Amerikanisch-Samoa und den Nördlichen Marianen-Inseln wurden Warnungen ausgegeben.

Das Epizentrum des Bebens lag laut dem US Geological Survey rund 120 Kilometer südöstlich von Petropawlowsk-Kamtschatski auf der russischen Halbinsel Kamtschatka in einer Tiefe von rund 21 Kilometern. Es handelt sich um eines der stärksten jemals aufgezeichneten Beben weltweit – gleichauf mit dem verheerenden Chile-Beben von 2010.

Erste Tsunamiwellen bereits gemessen

In Japan und Russland wurden erste Tsunamiwellen von etwa 30 bis 40 Zentimetern Höhe gemessen – geringer als zunächst befürchtet. In Alaska registrierte eine Messboje einen Wasseranstieg von rund 90 Zentimetern. Dennoch warnen Behörden weltweit, dass spätere Wellen deutlich höher ausfallen könnten.

Hawaii bereitet sich auf mögliche Flutwellen vor

In Hawaii wird mit dem Eintreffen der Tsunamiwellen gegen 19:10 Uhr Ortszeit gerechnet. Gouverneur Josh Green rief die Bevölkerung zur sofortigen Evakuierung tiefer gelegener Küstengebiete auf: „Diese Wellen werden nicht nur eine Bucht treffen – sie können sich um ganze Inseln herum bewegen.“ Notfallzentren im gesamten Bundesstaat seien aktiviert, viele Hotels auf Big Island begannen am Nachmittag mit der Evakuierung ihrer Gäste.

Chaos und Panik in Maui

Auf der Urlaubsinsel Maui brach in den frühen Morgenstunden Panik aus. Urlauber und Einheimische flohen in Massen in höher gelegene Gebiete. Die Straßen seien überfüllt gewesen, berichtete eine CNN-Reporterin vor Ort. Hotels sperrten ihre Anlagen und verlegten Gäste in Notunterkünfte.

Westküste der USA und Kanada ebenfalls gewarnt

Die US-Westküste – darunter Kalifornien, Oregon und Washington – sowie Teile der kanadischen Provinz British Columbia stehen unter Tsunami-Advisory. Zwar wurden bisher keine Evakuierungen angeordnet, doch Behörden mahnten dringend zur Meidung von Stränden, Häfen und Marinas. „Bleiben Sie vom Wasser fern“, hieß es in zahlreichen Warnmeldungen der National Weather Service.

Präsident Trump ruft zur Wachsamkeit auf

US-Präsident Donald Trump äußerte sich am Abend über das soziale Netzwerk X (ehemals Twitter): „Ein massives Erdbeben hat im Pazifik stattgefunden – für Hawaii gilt eine Tsunamiwarnung. Bleiben Sie stark und sicher!“ Auch für Japan warnte Trump vor möglichen Folgen.

Weiterer Verlauf ungewiss

Obwohl erste Wellen kleiner als erwartet ausfielen, warnen Experten: Je nach Küstenform und Meeresboden können Tsunamis lokal sehr unterschiedlich ausfallen. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass spätere Wellen deutlich höher ausfallen. Die Behörden fordern daher Geduld, Vorsicht – und höchste Aufmerksamkeit.

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