Ein tragischer Gewaltausbruch erschütterte am Samstag die Gemeinde von Lexington, als ein bewaffneter Mann zwei Frauen in einer Kirche erschoss, drei weitere Personen verletzte – darunter einen Staatspolizisten – und schließlich von der Polizei getötet wurde.
Der Vorfall begann gegen 11:36 Uhr Ortszeit auf der Terminal Drive nahe des Blue Grass Airports. Ein Polizist der Kentucky State Police hatte ein Fahrzeug angehalten, nachdem ein Kennzeichenscanner Alarm geschlagen hatte. Der Fahrer eröffnete das Feuer, verletzte den Beamten und floh anschließend. Er stahl später ein Auto und fuhr zur Richmond Road Baptist Church, etwa 16 Meilen entfernt.
Tödlicher Angriff auf Kirchengelände
Dort eröffnete der Täter das Feuer auf Mitglieder der Kirchengemeinde. Zwei Frauen, Beverly Gumm (72) und Kristina Combs (32), wurden am Tatort für tot erklärt. Zwei weitere Männer wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Angreifer wurde von drei Polizisten erschossen.
Die Polizei geht davon aus, dass der Täter eine Verbindung zu Personen in der Kirche hatte. Die genaue Motivation bleibt Gegenstand der Ermittlungen.
Gemeinde im Schockzustand
Die Gemeinde gilt als eng verbunden. Viele der Mitglieder sind laut Bezirksgerichtsmediziner Gary Ginn verwandt oder über Jahrzehnte befreundet. Angehörige der Opfer befanden sich zum Zeitpunkt der Tat in der Kirche. Der Tatort wurde von mehreren Hundert Einsatzkräften gesichert.
Reaktionen aus Politik und Gesellschaft
Kentuckys Gouverneur Andy Beshear sowie zahlreiche Politiker zeigten sich erschüttert. In sozialen Medien rief Beshear zu Gebeten für die Betroffenen auf und lobte das schnelle Eingreifen der Polizei. Generalstaatsanwalt Russell Coleman sagte: „Heute hat die Gewalt das Haus des Herrn erreicht.“
Senatorin Amanda Mays Bledsoe betonte die Rolle von Gemeinschaft und Glauben: „Selbst im Schmerz glaube ich an die heilende Kraft von Gebet und Zusammenhalt.“
Hintergrund noch unklar
Die Ermittlungen dauern an. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Gewalttaten in den USA, die zunehmend auch Orte des Glaubens und der Gemeinschaft betreffen. Die Polizei arbeitet daran, weitere Informationen über den Täter und mögliche Motive zu sammeln.
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