Die Abnehmspritze ist da – und zwar nicht nur in Ihrer Bauchfalte, sondern auch mitten in Ihrer Haushaltskasse. Wer dachte, Gewichtsreduktion sei eine Frage von Disziplin und Salat, der irrt. 2026 heißt das Erfolgsrezept: Wöchentliche Selbstinjektion, Nebenwirkungen gratis dazu, nur 580 Euro im Monat! Schnäppchen, oder?
Während sich die Pharmaindustrie 2025 die Taschen mit Appetitzüglern im Wert von Milliarden füllte, bleiben viele Menschen auf der Strecke – bevorzugt jene mit echtem Übergewicht und echtem Finanzmangel. Denn Krankenkassen zeigen sich in gewohnter Großzügigkeit: Sie zahlen… nix. Schließlich könnte man mit 15 bis 20 Prozent weniger Gewicht ja anfangen, gesund zu werden – und wer will das schon?
Die Injektion selbst ist schnell erledigt – ein Piks, ein Pieks, ein „Autsch“ – und schon flüstert der Magen: „Ich bin satt.“ Leider schreit der Geldbeutel: „Ich bin leer.“ Zwischen 200 und 580 Euro kostet der monatliche Spaß. Dafür gibt’s dann unter Umständen auch Schwindel, Übelkeit oder spontane Freundschaft mit dem Badezimmerboden. Denn laut Vorschrift soll die Dosis langsam hochgeschraubt werden – wie ein Preis bei Ebay, nur ohne Spaß am Bieten.
Gute Nachrichten kommen aus Dänemark (wo man offenbar mehr als nur gutes Design versteht): Eine Studie zeigt, dass niedrigere Dosierungen genauso gut wirken – weniger Spritze, weniger Kosten, weniger Kotzübelkeit. Na sowas! Vielleicht hat jemand im Labor versehentlich die Gebrauchsanweisung gelesen.
Aber Vorsicht! Wer denkt, nach dem Wunschgewicht ist Schluss, der kennt den „Jo-Jo-Effekt“ nicht. Denn ohne weiteres therapeutisches Begleitkonzert mit Fitness-App, Ernährungsberatung und wahrscheinlich auch seelischem Beistand für das entlassene Fett, kommt der gefräßige Hunger zurück. Und zwar wie ein Ex – unangekündigt und hartnäckig.
Doch Hoffnung keimt auf: Die Pille kommt! Bald darf geschluckt statt gestochen werden – endlich eine Diät, die sich wie Netflix anfühlt: bequem und dauerhaft. Die Pharmahersteller haben längst begriffen, was die Menschheit wirklich braucht: eine kalorienarme Zukunft, verpackt in Tablettenform – am besten mit Vanillegeschmack.
Und die Krankenkassen? Die könnten bei Pillen vielleicht irgendwann auch mal mitspielen – also so 2040. Bis dahin bleibt das Motto: Wer schlank sein will, muss zahlen können. Oder wie die Internistin Itariu es diplomatischer ausdrückt: „Langfristige Therapie erforderlich – idealerweise lebenslang, ohne Nebenwirkungen, aber bitte mit Kreditrahmen.“
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