Die Sanierungsbemühungen der Süba AG, einer zentralen Gesellschaft der SÜBA Immobilien Gruppe, sind endgültig gescheitert. Wie der Kreditschutzverband KSV1870 mitteilt, konnte die im Sanierungsplan vorgesehene erste Teilquote von fünf Prozent nicht wie vereinbart bis Ende September geleistet werden.
Damit wird das laufende Verfahren nun in ein Konkursverfahren übergeleitet. Laut KSV ist es zudem nicht auszuschließen, dass auch über das Vermögen einzelner Tochtergesellschaften ein Insolvenzverfahren eröffnet werden muss.
Hohe Schulden, geringe Aktiva
Die Verbindlichkeiten der Süba AG werden mit rund 226 Millionen Euro angegeben. Demgegenüber stehen laut Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) Aktiva von lediglich etwa 8,6 Millionen Euro. Welche Quote die Gläubiger letztlich erhalten, sei derzeit nicht seriös prognostizierbar. Beobachter rechnen mit einer langen Verfahrensdauer.
Sanierungsplan nicht mehr haltbar
Im Rahmen des Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung war ursprünglich eine Gläubigerquote von 20 Prozent vereinbart worden. Doch nachdem die erste Teilzahlung ausblieb, teilte der Insolvenzverwalter mit, dass die Voraussetzungen für eine Bestätigung des Plans nicht mehr gegeben seien. Das Gericht werde deshalb die Genehmigung versagen und das Verfahren offiziell in einen Konkurs umwandeln.
Betrieb bereits eingestellt
Bereits am 3. September musste die Süba AG mangels Liquidität den Geschäftsbetrieb einstellen. Die Verwertung der vorhandenen Vermögenswerte ist bereits angelaufen. Der Insolvenzverwalter wird das Unternehmen nun im Rahmen des Konkursverfahrens vollständig abwickeln.
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