Startseite Allgemeines Samsungs neues Smartphone wirkt wie aus einem Science-Fiction-Film
Allgemeines

Samsungs neues Smartphone wirkt wie aus einem Science-Fiction-Film

Teilen

Samsung Galaxy Z TriFold: Ein faltbares Tablet für die Hosentasche

Auf Technikmessen und in Science-Fiction-Serien sieht man sie schon seit Jahren: Geräte mit flexiblen Bildschirmen, die sich je nach Bedarf vergrößern oder zusammenfalten lassen. Jetzt bringt Samsung genau dieses Konzept in greifbare Nähe – mit dem Galaxy Z TriFold, dem neuesten Mitglied seiner Faltgeräte-Familie.

Das neue Smartphone lässt sich an zwei Stellen falten – ähnlich wie ein Prospekt – und verwandelt sich so von einem kompakten Gerät in ein Tablet mit nahezu iPad-Größe. Vorgestellt wurde das Gerät auf der CES in Las Vegas, nach einem ersten limitierten Launch in Südkorea.

Ein Konzept mit Potenzial – und Kompromissen

Die Idee dahinter ist faszinierend, bringt aber auch typische Schwächen von neuen Technologien mit sich. Als Tablet wirkt das Gerät überraschend schlank, zusammengefaltet jedoch ziemlich klobig – fast so, als würde man zwei Smartphones gleichzeitig in der Hand halten. Und günstig wird es wohl auch nicht: Obwohl Samsung noch keinen Preis genannt hat, startet das kleinere Galaxy Z Fold 7 bereits bei 2.000 US-Dollar.

Ob das TriFold den Massenmarkt erobern wird, ist fraglich – vielleicht aber auch nebensächlich. Für Samsung, den weltweit größten Smartphone-Hersteller, ist das Gerät vor allem ein Statement: Die klassische Smartphone-Form ist noch längst nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen. Laut Liz Lee, Analystin bei Counterpoint Research, handelt es sich beim TriFold um einen „strategischen Pilotversuch“, um die Akzeptanz neuer Technologien zu testen.

Und da viele Android-Hersteller Samsungs Falt-Designs inzwischen nachahmen, könnten selbst Nischenprodukte wie das TriFold eine gewisse Signalwirkung haben.

Ein Riesenbildschirm für unterwegs

Mit dem Galaxy Z TriFold verfolgt Samsung das Ziel, ein Gerät zu schaffen, das sich an den Nutzer anpasst – groß, wenn man es braucht, kompakt, wenn man es verstauen will. Das Display misst im aufgeklappten Zustand rund 10 Zoll, im Vergleich zu den 8 Zoll des Galaxy Z Fold 7.

Samsung richtet sich mit dem TriFold insbesondere an Menschen, die ihr Smartphone für Arbeit und Produktivität nutzen. Die Benutzeroberfläche erlaubt das gleichzeitige Öffnen mehrerer Apps im Split-Screen oder als verschiebbare Fenster – fast wie bei einem echten Desktop-PC. In Kombination mit einer Bluetooth-Tastatur und Maus wird das Gerät so zu einem Mini-Laptop-Ersatz.

Auch Googles KI-Assistent Gemini ist integriert und kann laut Samsung Fragen zu den parallel laufenden Apps beantworten – so soll die Bedienung effizienter und intuitiver werden.

Mehr Show als Nutzen – vorerst

Trotz der beeindruckenden Technik sollten die Erwartungen realistisch bleiben. Im aufgeklappten Zustand ist das Gerät zwar bemerkenswert dünn, zusammengefaltet jedoch spürbar dick. Immerhin: Im Vergleich zu früheren Faltgeräten scheint Samsung beim TriFold einige Schwächen überwunden zu haben. Die Kameraausstattung orientiert sich an der des Galaxy S25 Ultra und bietet somit High-End-Qualität, ohne dass Nutzer auf gute Fotos verzichten müssen. Auch die beiden sichtbaren Falzlinien im Display stören beim normalen Gebrauch kaum.

Dennoch bleibt die Frage offen, welchen Mehrwert der größere Bildschirm wirklich bietet – abgesehen davon, dass man mehr Inhalte gleichzeitig sehen oder komfortabler lesen kann. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das TriFold kaum von bestehenden Geräten wie dem Z Fold 7.

Ein Nischenprodukt mit Zukunft

Faltbare Smartphones kämpfen weiterhin mit ihrem Image als teure Nischenprodukte. Erst in den letzten Jahren haben Modelle wie das Galaxy Z Flip oder Fold langsam an Popularität gewonnen – auch wenn sie im Gesamtmarkt nach wie vor nur einen kleinen Anteil ausmachen.

Hinzu kommt: Die meisten US-Kund*innen kaufen erst dann ein neues Smartphone, wenn das alte nicht mehr funktioniert, so eine Analyse der Consumer Intelligence Research Partners.

Trotzdem: Der Trend zu faltbaren Geräten scheint nicht aufzuhalten zu sein. Fast alle großen Android-Hersteller haben mittlerweile eigene Modelle auf dem Markt, und selbst Apple wird noch dieses Jahr ein faltbares iPhone vorstellen – zumindest wird das allgemein erwartet.

Für Samsung ist das alles Teil einer größeren Strategie: möglichst viele neue Formfaktoren zu testen und zu sehen, was bei den Nutzer*innen ankommt. „Das Spannende ist, diese Geräte in die Hände der Menschen zu bringen und zu beobachten, welche Form sich durchsetzt“, sagte Drew Blackard, Vizepräsident für Produktmanagement bei Samsung Electronics America, bereits im September gegenüber CNN. „Von hier aus werden wir nur noch weiterentwickeln, was möglich ist.“

 

 

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Trump warnt vor möglichem dritten Amtsenthebungsverfahren

Präsident Donald Trump, der bereits zwei Mal vom US-Repräsentantenhaus angeklagt wurde, rechnet...

Allgemeines

Vizepräsident Vance verteidigt einen Mörder: „Tragödie liegt bei der Frau“

Nach der tödlichen Schussabgabe eines US-Einwanderungsbeamten auf die 37-jährige Renee Nicole Good...

Allgemeines

Tödlicher Schuss durch ICE-Agent in Minneapolis: Ermittlungen blockiert, Proteste im ganzen Land

Nach dem tödlichen Schuss eines US-Einwanderungsbeamten auf eine Frau in Minneapolis steht...

Allgemeines

EU-Kommission weist X zur Datensicherung an – Kritik an KI-Chatbot Grok

Die EU-Kommission hat die Plattform X (ehemals Twitter), die im Besitz von...