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Sammelklage gegen TikTok und X: Algorithmen am Rande des Wahnsinns

MoFarrelly (CC0), Pixabay
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Berlin, Chaos-Zentrale für digitalen Wahnsinn:
Die niederländische Verbraucherstiftung SOMI hat beschlossen, den Tech-Giganten mal ordentlich auf die Server zu klopfen. Sammelklage gegen TikTok und X (ehemals Twitter, ehemals seriös, ehemals irgendwas) — und diesmal geht’s nicht nur um Werbung für Anti-Falten-Cremes, sondern um das ganz große Kino: algorithmische Gehirnwäsche deluxe!

„Nur schnell ein Video schauen“ – sechs Stunden später:
TikToks Algorithmus ist offenbar so gut, dass Kinder und Jugendliche nach drei Katzenvideos plötzlich in einer Mischung aus Tanz-Challenges, lebensgefährlichen Mutproben und Verschwörungstheorien über Reptiloiden aufwachen. Der Glückshormon-Kick im Gehirn funktioniert wie Nutella: einmal angefangen, gibt’s kein Halten mehr. Die Anwälte sprechen von „digitalem Drogenrausch“, die Eltern sprechen von: „Schalt das endlich ab!“

„X marks the Radikalisierung“:
Bei X wiederum dreht sich alles um Politik. Der Algorithmus schaut sich an, ob du zufällig mal nach dem Wetter in Berlin gegoogelt hast – und serviert dir dann wahlweise Weltuntergang, Unterwanderung, Untergang des Abendlandes oder den neuesten Wutbürger-Blog. Angeblich nur personalisierte Inhalte, aber spätestens nach zehn Minuten glaubt selbst der Hamster, dass er systematisch enteignet wird.

„Alter? Wer braucht Alter?“:
Besonders praktisch: Alterskontrollen gibt’s praktisch nicht. Ob Kind, Jugendlicher oder Oma mit Katze – Hauptsache Klicks. Und: je jünger, desto abhängiger, desto wertvoller. SOMI sieht: Geschäftsmodell auf Kosten der Kinderpsyche. Die Konzerne dagegen sehen: nur harmlose Unterhaltung. Nur halt mit gelegentlichem Nervenzusammenbruch.

„Demokratie? Nerven tut sie schon ein bisschen“:
Laut den Klägern wird hier nicht nur die Psyche angegriffen, sondern gleich das gesamte demokratische System. Wer braucht noch freie Meinungsbildung, wenn ein Algorithmus schon vorher entscheidet, was du morgen denken sollst?
Der Datenschutz, sagen die Kläger, sei nicht verhandelbar. Die Plattformen nicken dazu pflichtbewusst — und werten gleichzeitig fleißig die Gesichtsausdrücke der Nutzer in Echtzeit aus.

Bis zu 2000 Euro Schadenersatz pro Person:
Nun können sich empörte Konsumentinnen und Konsumenten online der Klage anschließen. Der Antrag gilt übrigens auch für Österreicher — schließlich kennt das Internet bekanntlich keine Grenzen, nur schlecht funktionierende Geo-Blocker.

Und TikTok-Chef Shou Zi Chew?
Der durfte sich bereits vor dem US-Kongress erklären und bestätigen: „Alles super, alles sicher, alles harmlos.“
Nur der Algorithmus hat bei seiner Aussage prompt einen Livestream mit einer neuen Choking Challenge vorgeschlagen.
Ironie des Systems.


Fazit:
Digitale Plattformen sind wie Tiefkühlpizzen: billig, leicht verfügbar, und nach übermäßigem Konsum leider nicht ganz gesund.

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