Im Finnischen Meerbusen ist die Aktivität der sogenannten russischen Schattenflotte offenbar stark gestiegen. Nach Recherchen der finnischen Rundfunkanstalt Yle wurden dort innerhalb einer Woche 31 Schiffe identifiziert, die auf der Sanktionsliste der Europäischen Union stehen.
Als „Schattenflotte“ werden jene Schiffe bezeichnet, mit denen Russland versucht, die gegen es verhängten Öl- und Handelssanktionen zu umgehen. Die Schiffe sind oft veraltet, fahren unter fremder Flagge und verschleiern ihre wahre Herkunft und Ladung. Laut EU sind inzwischen über 400 Schiffe Teil dieser inoffiziellen Flotte, die insbesondere für Öltransporte eingesetzt wird.
Der Leiter der finnischen Grenzschutzbehörde, Mikko Hirvi, zeigte sich gegenüber der Nachrichtenagentur AFP wenig überrascht über die neuen Zahlen. Der Schiffsverkehr Russlands in der Ostsee sei weiter auf dem Niveau von vor Kriegsbeginn. „Das bedeutet, dass dieser Verkehr weitgehend über die Schattenflotte läuft“, erklärte Hirvi.
Besonders besorgniserregend sei der technische Zustand vieler dieser Schiffe. Viele seien schlecht gewartet, mit mangelhafter Sicherheitsausrüstung ausgestattet und schalteten regelmäßig ihre Satellitennavigationssysteme (AIS) ab – ein Vorgehen, das eigentlich verboten ist.
Nach Einschätzung des finnischen Grenzschutzes wächst mit dem verstärkten Einsatz dieser riskanten Schiffe die Gefahr schwerer Umweltkatastrophen in der Ostsee. Gerade im engen und vielbefahrenen Gebiet zwischen Finnland und Estland könne schon ein einziger Tankerunfall gravierende Folgen haben.
Finnland fordert daher, dass die EU-Mitgliedsstaaten und die Nato-Partner in der Ostsee enger zusammenarbeiten, um die Überwachung und Kontrolle der Schattenflotte zu verstärken – bevor aus dem grauen Schiffsverkehr ein grünes Desaster wird.
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