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Ruhe an der Südgrenze: Trumps Migrationspolitik zeigt Wirkung

ReneGossner (CC0), Pixabay
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Der sonst so geschäftige Grenzsektor rund um El Paso ist im Mai 2025 auffallend ruhig. Die Zahl der illegalen Grenzübertritte an der US-mexikanischen Grenze ist laut offiziellen Angaben um über 90 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Grund dafür ist vor allem die harte Migrationspolitik von Ex-Präsident Donald Trump, der seit Januar 2025 erneut im Amt ist.

Grenzschutzbeamter Claudio Herrera berichtet, dass in seinem Abschnitt heute nur noch etwa 60 bis 70 Personen täglich aufgegriffen werden – gegenüber rund 2.700 pro Tag im Jahr 2023. Die dramatische Veränderung sei laut Herrera auf eine Kombination von Maßnahmen zurückzuführen: verstärkte Militärpräsenz, verschärfte Asylrichtlinien und die gezielte Abschreckung durch Öffentlichkeitsarbeit.

Im El-Paso-Sektor, der 264 Meilen entlang der Grenze von West-Texas bis New Mexico verläuft, patrouillieren nun 6.800 Soldaten zusammen mit 17.000 Grenzschutzbeamten. Hochmoderne Überwachungstechnik wie Wärmebildgeräte in Stryker-Fahrzeugen ermöglichen weiträumige Kontrollen. Ganze Landstriche entlang der Grenze wurden zu militärischen Sperrzonen erklärt.

Seit Juni 2024, als Präsident Joe Biden den Zugang zum Asylverfahren weiter einschränkte, ist die Zahl der Übertritte stark gesunken. Im April 2025 registrierte die Grenzschutzbehörde nur noch rund 8.400 Migranten – ein historischer Tiefstand seit Beginn der statistischen Erfassung.

Trotz der momentanen Ruhe bleiben die Behörden wachsam. Laut Herrera nutzen Schmuggler und Migranten politische Übergangsphasen oft, um ihre Taktiken anzupassen. Noch sei es zu früh, um von einem dauerhaften Rückgang zu sprechen. Auch seien nach wie vor nicht alle Grenzabschnitte vollständig unter Kontrolle.

Kriminelle Netzwerke, die am Menschenschmuggel verdienen, seien jedoch bereits stark getroffen. „Es handelt sich um ein milliardenschweres Geschäft für die Kartelle – und deren Möglichkeiten, Menschen illegal über die Grenze zu bringen, sind aktuell stark eingeschränkt“, so Herrera.

Die Situation an der Südgrenze bleibt angespannt – auch wenn momentan vor allem eines auffällt: die ungewöhnliche Stille

 

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