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Rückrufaktion ala Trump

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Sechs Monate nachdem Elon Musk das Weiße Haus im Zorn verlassen hatte und sein öffentlich ausgetragener Streit mit Präsident Donald Trump einen politischen Höhepunkt erreicht hatte, ist der Tesla- und SpaceX-Chef nun still und nahezu unspektakulär nach Washington zurückkehrt.

Am 18. November nahm Musk als einer von rund 140 geladenen Gästen an einem Staatsdinner für den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Weißen Haus teil – sein erster Auftritt in der Hauptstadt seit seinem Rücktritt als Leiter der Regierungsbehörde Department of Government Efficiency (DOGE) im Mai.

Bittere Fehde – und plötzliche Entspannung

Zwischen Trump und Musk hatte es im Frühsommer heftig gekracht. Musk hatte den Präsidenten öffentlich kritisiert, behauptet, Trump hätte die Wahl 2024 ohne seine finanziellen Beiträge nicht gewonnen, und eine mögliche neue Partei als Alternative zu Republikanern und Demokraten ins Spiel gebracht. Zudem warf er der Regierung vor, die Epstein-Akten zurückzuhalten – angeblich, weil Trumps Name darin vorkomme.

Trump reagierte mit der Drohung, Regierungsaufträge für Musks Unternehmen zu überprüfen. Die sonst so enge Beziehung der beiden schien endgültig zerrüttet.

Doch während eines Gesprächs mit Reportern am 27. Oktober kommentierte Trump die Lage plötzlich entspannt:
„Er hatte eine schlechte Phase. Einen schlechten Moment. Sehr dumm – das würde er heute sicher selbst sagen. Aber ich mag Elon, und wahrscheinlich werde ich ihn immer mögen.“

Musk als Teil der High-Society-Gäste

Beim Staatsdinner trug Musk Smoking und Fliege – und mischte sich unter andere hochkarätige Gäste wie:

  • Apple-CEO Tim Cook

  • Dell-Chef Michael Dell

  • Golfstar Bryson DeChambeau

  • Fußballer Cristiano Ronaldo

  • Mitglieder der Trump-Familie

Als wäre die hitzige Fehde nie gewesen.

Bilaterale Interessen: Saudi-Investitionen und Technologiepartnerschaften

Trump nutzte das Dinner, um milliardenschwere saudische Investitionszusagen zu präsentieren sowie eine geplante Zusammenarbeit im Bereich Atomenergie hervorzuheben.

Musk soll außerdem gemeinsam mit Trump beim US-Saudi-Investitionsforum auftreten, wo er zusammen mit Nvidia-Chef Jensen Huang über Fortschritte in Künstlicher Intelligenz sprechen wird.

Musk bleibt politisch aktiv

Obwohl er im Sommer einen Bruch mit Trump angedeutet hatte, bleibt Musk politisch präsent:

  • Er investierte über 300 Millionen Dollar in Trumps 2024er Wahlkampf.

  • Vor wenigen Tagen sprach er sich für den republikanischen Kongressabgeordneten Byron Donalds als Kandidaten für das Amt des Gouverneurs von Florida aus.

  • Medienberichten zufolge nimmt Musk am Wochenende in Austin an einem Treffen ehemaliger DOGE-Mitarbeiter teil, bei dem die einstigen Pläne zur Verkleinerung des Staatsapparats nostalgisch aufgearbeitet werden sollen.

Die von Musk angekündigte Gründung einer eigenen Partei – der „America Party“ – hat dagegen bislang keine konkreten Schritte bei der Wahlbehörde FEC ausgelöst.

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