Ursprung des Namens
Der Begriff Rosenmontag hat nichts mit Blumen zu tun. Wahrscheinlich leitet sich das Wort vom mittelhochdeutschen „rasen“ ab, was so viel wie „ausgelassen sein“ oder „toben“ bedeutet. Rosenmontag wäre demnach der „rasende“ oder besonders ausgelassene Montag im Karneval.
Eine andere Erklärung führt den Namen auf das 19. Jahrhundert zurück: 1823 wurde in Köln das „Festordnende Komitee“ gegründet, das den organisierten Karneval mit Umzügen einführte. Der Montag nach dem „Rosensonntag“ (kirchlich: Laetare-Sonntag) wurde dabei zum zentralen Festtag erklärt.
Historische Entwicklung
Die Wurzeln des Karnevals reichen bis ins Mittelalter zurück. Vor der Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt, wollten die Menschen noch einmal ausgelassen feiern, essen und trinken. Es war die letzte Gelegenheit vor 40 Tagen Verzicht.
Im 19. Jahrhundert wurde der Straßenkarneval besonders im Rheinland (Köln, Düsseldorf, Mainz) organisiert und politisch geprägt. Der Rosenmontagszug entwickelte sich zu einem festen Bestandteil – mit geschmückten Wagen, Garden, Musikgruppen und satirischen Darstellungen.
Sinn und Bedeutung
Rosenmontag ist heute der Höhepunkt des Karnevals. Sein Sinn liegt vor allem in:
- Ausgelassenheit vor der Fastenzeit
- Gemeinschaft und Brauchtumspflege
- Satire und politischer Kritik
Die großen Umzüge greifen aktuelle politische und gesellschaftliche Themen auf. Karikaturen auf Motivwagen nehmen Politiker und Ereignisse humorvoll oder bissig aufs Korn. Damit hat Rosenmontag bis heute eine gesellschaftliche Ventilfunktion: Kritik darf hier offen, überzeichnet und humorvoll geäußert werden.
Wo wird Rosenmontag gefeiert?
Besonders bekannt sind die Umzüge in:
- Köln
- Düsseldorf
- Mainz
Aber auch in vielen anderen Regionen Deutschlands (und in Teilen Österreichs und der Schweiz) wird der Tag gefeiert.
Fazit
Rosenmontag ist mehr als nur ein Kostümfest. Er verbindet jahrhundertealte Tradition mit moderner Satire und ist Ausdruck von Lebensfreude, Gemeinschaft und – nicht selten – politischem Widerspruch.
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