Der Gründer der Signa-Gruppe, Rene Benko, bleibt weiterhin in Untersuchungshaft. Das Landesgericht Wien lehnte am Donnerstag eine Enthaftung ab und verlängerte die U-Haft um zwei Monate. Als Gründe nannte die Richterin den dringenden Tatverdacht sowie die Gefahr weiterer Straftaten.
Gerichtssprecher Christoph Zonsics-Kral gab die Entscheidung am Donnerstagmittag bekannt. Das Gericht sieht weiterhin einen dringenden Tatverdacht gegeben und führt die Tatbegehungsgefahr als Haftgrund an. Der Beschluss zur Fortsetzung der Untersuchungshaft ist noch nicht rechtskräftig.
Benko, ein 47-jähriger Unternehmer aus Tirol, wurde am 23. Jänner in Innsbruck festgenommen und anschließend in die Justizanstalt Wien-Josefstadt überstellt. Dort befindet er sich in einer Einzelzelle.
Ermittlungen wegen Wirtschaftsdelikten
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt umfassend gegen Benko. Ihm wird vorgeworfen, Investoren getäuscht und Gläubiger geschädigt zu haben. Die Anklagebehörde verdächtigt ihn unter anderem der Untreue und betrügerischen Krida, Straftaten, die mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden können.
Trotz laufender Insolvenzverfahren, die auch ihn persönlich betreffen, soll Benko versucht haben, Vermögenswerte zu verschieben oder zu verschleiern. Die WKStA geht davon aus, dass er weiterhin als faktischer Entscheidungsträger und wirtschaftlich Begünstigter der Laura-Privatstiftung agierte.
Spätestens am 28. April muss das Gericht erneut über eine mögliche Fortsetzung der Untersuchungshaft entscheiden.
Kommentar hinterlassen