Kolumbianische Behörden haben zusammen mit 60 Ländern einen großen Erfolg gegen Drogenkartelle erzielt. Innerhalb von sechs Wochen stellten sie 1.400 Tonnen Drogen sicher, darunter 225 Tonnen Kokain – ein Rekord. Ein Teil des Kokains war auf speziellen Schmuggelbooten, sogenannten „Narco-U-Booten“, unterwegs. Diese Boote sollten die Drogen bis nach Australien bringen.
Die sichergestellten Drogen, darunter auch 1.000 Tonnen Marihuana, haben die Kartelle um geschätzte 8,5 Milliarden Dollar gebracht. Dies sei ein bedeutender Schlag gegen ihre Geschäfte, erklärte Manuel Rodriguez von der kolumbianischen Marine. Besonders wichtig ist die Menge an Kokain, da weltweit jährlich etwa 2.700 Tonnen hergestellt werden.
Die Aktion, genannt „Operation Orion“, dauerte 45 Tage und wurde von 62 Ländern unterstützt, darunter die USA, die EU und Australien. Über 400 Personen wurden festgenommen, und Waffenschmuggel konnte gestoppt werden. Die internationale Zusammenarbeit und der Austausch von Informationen waren entscheidend für den Erfolg.
Ein Highlight der Operation war das Abfangen von sechs „Narco-U-Booten“. Diese kleinen Boote sind schwer zu entdecken, da sie tief im Wasser liegen. Ein Boot wurde 2.000 Kilometer südwestlich von Clipperton Island im Pazifik mit fünf Tonnen Kokain entdeckt. Zum ersten Mal benutzten die Schmuggler eine Route nach Australien, wo der Markt für Kokain besonders lukrativ ist. In Australien kostet ein Kilogramm Kokain bis zu 240.000 Dollar, deutlich mehr als in den USA.
Die Schmuggler haben ihre Boote verbessert. Sie können nun bis zu 16.000 Kilometer zurücklegen, ohne Treibstoff nachzufüllen. Mit solchen „Narco-U-Booten“ versuchen die Kartelle, Kontrollen in Häfen zu umgehen und ihre Drogen unbemerkt über das Meer zu transportieren.
Die kolumbianische Marine sieht in der Zusammenarbeit mit anderen Ländern und in neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz eine große Chance, den Drogenschmuggel weiter einzudämmen. Diese könnten helfen, verdächtige Schiffe schneller zu identifizieren.
Die Verwendung von „Narco-U-Booten“ ist nicht neu. Bereits in den 1990er Jahren begannen Kartelle, diese Boote einzusetzen, um Patrouillen in der Karibik zu umgehen. Dennoch bleibt ihre Entdeckung schwierig, und ihr Einsatz stellt weiterhin eine große Herausforderung für die Behörden dar.
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