Startseite Vorsicht Verbraucherschutzinformationen Real-Insolvenz: bis zu 5.000 Arbeitsplätze gehen verloren
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Real-Insolvenz: bis zu 5.000 Arbeitsplätze gehen verloren

nattanan23 (CC0), Pixabay
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Die angeschlagene Supermarktkette Real steht vor dem Aus. Das Unternehmen gibt mehrere Filialen an Wettbewerber ab und will die letzten Märkte bis Ende März 2024 schließen. Wie Real am 21. November 2023 in Mönchengladbach mitteilte, sollen 14 Märkte an den Konkurrenten Rewe übertragen werden, drei Filialen an Kaufland und ein Markt an Edeka. Das Bundeskartellamt muss den Plänen noch zustimmen. Die restlichen 45 Märkte würden bis zum 31. März 2024 geschlossen, da für diese Standorte kein Abnehmer gefunden worden sei.

Die Schließung der Real-Märkte bedeutet den Verlust von rund 5.000 Arbeitsplätzen. Betroffen sind vor allem Verkäuferinnen und Verkäufer, aber auch Auszubildende, Techniker und Verwaltungsmitarbeiter. Die Gewerkschaft Verdi hat die Schließung der Märkte kritisiert und gefordert, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Real war in den vergangenen Jahren stark in Schieflage geraten. Der Umsatz sank, die Schulden stiegen. Im Jahr 2022 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden.

Die Schließung der Real-Märkte ist ein weiterer Rückschlag für den deutschen Einzelhandel. In den vergangenen Jahren haben bereits zahlreiche andere Supermarktketten wie Karstadt, Galeria Kaufhof und Schlecker Insolvenz anmelden müssen.

Die Gründe für die Krise des deutschen Einzelhandels sind vielfältig. Dazu gehören der Online-Handel, der sich immer stärker durchsetzt, sowie die zunehmende Konkurrenz von Discountern.

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