Startseite Allgemeines Razzia bei Baulöwe Christoph Gröner
Allgemeines

Razzia bei Baulöwe Christoph Gröner

BruceEmmerling (CC0), Pixabay
Teilen

Razzia bei Bau-Millionär Gröner: Polizeifahrzeuge statt Luxuskarossen

Leipzig – Im Morgengrauen war die Ruhe in Eutritzsch dahin: Statt glänzender Porsche und Ferraris rollten diesmal Mannschaftswagen der Polizei auf den Hof des einst glamourösen Bau-Millionärs Christoph Gröner (56). Eine Szene wie aus einem Krimi – nur leider mit wenig Glanz für den Hauptdarsteller.

Vom Mogul zum Problemfall

Christoph Gröner, der einst mit seinem schillernden Imperium die Immobilienwelt aufmischte, sieht sich nun Ermittlungen ausgesetzt, die weniger nach Millionengeschäften, sondern eher nach handfesten Problemen klingen. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt wegen Insolvenzverschleppung und dem Verdacht auf Veruntreuung von Arbeitsentgelt. Und ja, es geht auch um nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge – ein Fauxpas, der in der Baubranche ebenso wenig Glamour hat wie unbezahlte Handwerkerrechnungen.

Luxuskarren ade

Vor zwei Jahren fuhr Gröner noch mit einer ganzen Flotte von 41 Luxus-Autos bei Porsche vor – heute rollten stattdessen über ein Dutzend zivile Polizeifahrzeuge an. Es war fast so, als hätten die Ermittler Gröner einen unfreiwilligen Reality-Check geliefert: Die Realität kann schnell auf die Bremse treten, wenn die Kredite plötzlich fällig werden.

Einsatz in Leipzig: Beamte statt Banker

Die „Gröner Group GmbH“, bekannt für Projekte wie „Carré Charlotte“ in Berlin oder die „Bleichert-Werke“ in Leipzig, hatte Anfang November Insolvenz angemeldet. Jetzt sind über 100 Beamte – darunter auch Zivilfahnder – damit beschäftigt, Licht ins Dunkel des undurchsichtigen Firmengeflechts zu bringen. Die Aufgabe? Beweise sammeln, Zahlungsunfähigkeit prüfen, Unterlagen sichten. Oder wie ein Ermittler trocken zusammenfasste: „Papierchaos deluxe.“

Und was wird aus den Bildern?

Neben dem geschäftlichen Chaos sorgt auch der Verlust von Kunstwerken für Schlagzeilen. Gröner, der einst Millionen in Bilder investierte, muss sich jetzt damit abfinden, dass Werke wie das von Neo Rauch unter den Hammer kommen – diesmal bei der Justiz, nicht auf einer Auktion für Kunstliebhaber.

Fazit: Der lange Weg zur Klärung

Die Ermittlungen dürften noch Monate dauern, denn das Imperium der 1995 gegründeten CG-Gruppe gleicht einem Labyrinth. Bis dahin wird Gröner wohl eher mit Akten als mit Immobilienprojekten beschäftigt sein. Und wer weiß – vielleicht kehren irgendwann auch die Luxuskarren zurück. Doch vorerst bleibt der Parkplatz wohl den Einsatzwagen vorbehalten.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Masern hinter Gittern: US-Gesundheitssystem zeigt sich mal wieder von seiner „besten“ Seite

In einem texanischen Abschiebezentrum der US-Einwanderungsbehörde ICE hat sich nun auch die...

Allgemeines

Skandal um Danone-Babynahrung: Giftstoff-Alarm! EU-Behörde ermittelt nach Rückruf von „Aptamil“

Ein Skandal erschüttert derzeit das Vertrauen junger Eltern in eines der bekanntesten...

Allgemeines

Laura Fernández gewinnt Präsidentschaftswahl in Costa Rica mit harter Linie gegen Kriminalität

Laura Fernández von der konservativen Regierungspartei „Souveräne Volkspartei“ hat die Präsidentschaftswahl in...

Allgemeines

Zwischen Eichhörnchen-Beleidigungen und Putin-Fragen: BBC-Reporter auf Gratwanderung in Russland

„Steve Rotten-berg, dieser BBC-Typ sieht aus wie ein kackendes Eichhörnchen!“ – Wenn...