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Am symbolträchtigen Antikriegstag, dem 1. September, wird die Stadt Aachen Schauplatz einer besonderen Zeremonie sein. In den historischen Gemäuern des Rathauses werden zwei bemerkenswerte Organisationen für ihr unermüdliches Engagement geehrt: Die „Omas gegen Rechts“ und die „Youth Initiative for Human Rights“ erhalten den prestigeträchtigen Friedenspreis, der mit jeweils 2.000 Euro dotiert ist.

Die Verleihung, die am Abend stattfinden wird, verspricht ein Fest der Generationen zu werden. Auf der einen Seite stehen die lebenserfahrenen „Omas gegen Rechts“, deren Wirken in Österreich begann und mittlerweile weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung findet. In der Laudatio wird die Initiative als leuchtendes Beispiel für gelebten Pluralismus gepriesen. Unter ihrem Banner versammeln sich Menschen mit den unterschiedlichsten Lebenswegen und politischen Ansichten, geeint durch das gemeinsame Ziel, dem Rechtsextremismus entschieden entgegenzutreten.

Die „Omas“ beweisen eindrucksvoll, dass politisches Engagement keine Frage des Alters ist. Mit ihren charakteristischen lilafarbenen Mützen sind sie zu einem unübersehbaren Symbol des Widerstands gegen rechte Ideologien geworden. Ihr Mut, ihre Weisheit und ihre unerschütterliche Entschlossenheit inspirieren Menschen aller Altersgruppen, für demokratische Werte einzustehen.

Auf der anderen Seite steht die „Youth Initiative for Human Rights“, die die Hoffnungen und den Tatendrang der jüngeren Generation verkörpert. Diese Organisation hat sich der gewaltigen Aufgabe verschrieben, die tiefen Wunden der Balkankriege zu heilen. In Serbien, Kroatien, Montenegro, dem Kosovo und Bosnien-Herzegowina arbeitet sie unermüdlich daran, junge Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam die Schatten der Vergangenheit zu bewältigen und eine Zukunft in Frieden und Demokratie zu gestalten.

Die Initiative schafft Räume für Dialog und Verständigung über ethnische und nationale Grenzen hinweg. Durch Workshops, Austauschprogramme und gemeinsame Projekte lernen junge Menschen, die Perspektiven der ehemals verfeindeten Gruppen zu verstehen und gemeinsam an einer friedlichen Zukunft zu arbeiten.

Die Preisverleihung verspricht, ein bewegender Abend zu werden, der die Kraft des zivilgesellschaftlichen Engagements zelebriert. Erwartet werden nicht nur die Preisträger, sondern auch Vertreter aus Politik, Kultur und Zivilgesellschaft. Die Reden werden voraussichtlich die Bedeutung des generationenübergreifenden Einsatzes für Frieden, Demokratie und Menschenrechte hervorheben.

In einer Zeit, in der Europa und die Welt vor großen Herausforderungen stehen, sendet die Verleihung des Friedenspreises an diese beiden Organisationen ein starkes Signal: Es braucht sowohl die Weisheit und Erfahrung der Älteren als auch den Idealismus und die Energie der Jugend, um eine bessere Zukunft zu gestalten.

Die Veranstaltung in Aachen wird nicht nur eine Würdigung der bisherigen Leistungen sein, sondern auch ein Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger, sich für Demokratie und Menschenrechte einzusetzen. Sie erinnert uns daran, dass jeder Einzelne, unabhängig von Alter oder Herkunft, einen Beitrag zum Frieden und zur Verständigung leisten kann.

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