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Präsident Unglaubwürdig Trump: Ultimatum Nummer 7,5 – jetzt aber wirklich, vielleicht, eventuell bis Dienstag

MIH83 (CC0), Pixabay
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Donald Trump hat dem Iran mal wieder ein Ultimatum gestellt.
Oder besser gesagt: ein weiteres.
Oder noch genauer: das zuletzt bereits verschobene Ultimatum wurde jetzt erneut verschoben.

Mit anderen Worten:
Wenn es nach Trump geht, ist ein Ultimatum inzwischen ungefähr das, was bei anderen Menschen ein Kalendereintrag ist – flexibel, emotional und jederzeit verlängerbar.

US-Präsident Donald Trump (79) drohte dem Iran erneut mit massiver Zerstörung, falls die blockierte Straße von Hormus nicht freigegeben wird. Diesmal kündigte er an, dass Teheran bis Dienstagabend handeln müsse – sonst werde es „keine Kraftwerke mehr haben und keine Brücken, die noch stehen“.

Klingt entschlossen.
Bis zum nächsten Interview.

Trump droht mit Weltuntergang – in Ratenzahlung

Im Gespräch mit dem Wall Street Journal legte Trump den üblichen geopolitischen Vorschlaghammer aus der Truth-Social-Werkzeugkiste auf den Tisch.

Sollte der Iran nicht spuren, dann – so Trump – werde das Land 20 Jahre brauchen, um sich wieder aufzubauen.
„Wenn sie Glück haben“, fügte er hinzu.
Und falls nicht, so klang es durch, gäbe es womöglich bald gar kein Land mehr.

Also ein ganz normaler Sonntagabend im Trump-Universum:

  • Erst Weltuntergang andeuten
  • Dann Öl beschlagnahmen wollen
  • Dann von einem möglichen Deal bis Montag reden
  • Und zwischendurch das Ultimatum nochmal um 24 Stunden verschieben

Diplomatie auf Truth-Social-Niveau eben.

Erst 48 Stunden, dann 10 Tage, dann nochmal 48 Stunden – jetzt Dienstag 20 Uhr. Ganz bestimmt. Vielleicht.

Besonders schön ist die Chronologie.

Trump hatte dem Iran ursprünglich:

  • erst 48 Stunden
  • dann nochmal 10 Tage
  • dann wieder 48 Stunden
  • und nun plötzlich bis Dienstag, 20:00 Uhr Ostküstenzeit

gegeben.

Das ist keine Außenpolitik mehr.
Das ist ein Countdown-Abo mit Verlängerungsoption.

Wer im Iran gerade versucht, Trumps Fristen mitzuschreiben, braucht inzwischen vermutlich:

  • einen Wandkalender
  • drei Ersatzmarker
  • und einen Notfall-Excel-Sheet mit automatischer Fristverlängerung

Oder wie man in Teheran vielleicht inzwischen sagt:
„Welche Hölle genau? Die von gestern, die von Samstag oder die neue Premium-Hölle ab Dienstagabend?“

„Die Hölle bricht los“ – aber bitte nach aktueller Terminlage

Noch am Samstag hatte Trump auf Truth Social dramatisch erklärt:

Er habe dem Iran zehn Tage gegeben, um ein Abkommen zu schließen oder die Straße von Hormus zu öffnen.
Dann folgte die nächste martialische Ansage:
„48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht. Ruhm sei Gott!“

Das Problem ist nur:
Wenn die Hölle jedes Mal 24 Stunden später kommt, verliert selbst die Apokalypse irgendwann ein wenig an Glaubwürdigkeit.

Man könnte fast meinen, selbst das Jüngste Gericht wartet inzwischen erstmal auf die finale Trump-Zeitzone.

„Öffnet die verdammte Straße!“ – Trumps Außenpolitik zwischen Baustellenamt und Wutanfall

Am Sonntag wurde der Ton dann noch kultivierter.

Trump bezeichnete die iranische Führung als „verrückte Bastarde“ und forderte sie auf, die Straße von Hormus freizugeben.

Wörtlich:
„Öffnet die verdammte Straße!“

Das klingt weniger nach Präsident der Vereinigten Staaten und mehr nach einem Mann, dessen Lieferwagen im Stau vor einer gesperrten Baustelle steht.

Aber so ist Trumps Stil:
Warum komplizierte Diplomatie, wenn man auch mit Flüchen, Fristen und Fantasiebombardements arbeiten kann?

Gleichzeitig rechnet Trump schon mit einem Deal – also Krieg oder Einigung, je nachdem, wie der Montag läuft

Das Beste kommt wie immer im nächsten Satz.

Denn fast parallel erklärte Trump in einem Interview mit FOX News, er rechne bis Montag mit einem Abkommen mit dem Iran.

Die Regierung in Teheran verhandle bereits, sagte er.
Den Unterhändlern sei sogar eine eingeschränkte Amnestie gewährt worden.

Und falls der Iran nicht einlenke?
Dann wolle er sich einfach das iranische Öl aneignen.

Das ist geopolitisch ungefähr auf dem Niveau von:

„Wenn du nicht sofort aufmachst, zerstöre ich dein Haus. Aber vielleicht trinken wir morgen auch Kaffee. Und falls nicht, nehme ich deinen Kühlschrank mit.“

Präsident Unglaubwürdig – weil selbst Drohungen inzwischen nur noch Verfallsdatum mit Verschiebung sind

Das eigentliche Problem ist längst nicht mehr nur die Eskalation.

Das eigentliche Problem ist:
Niemand weiß mehr, welches Ultimatum gerade gilt.

Trump droht mit:

  • Hölle
  • zerstörten Kraftwerken
  • eingestürzten Brücken
  • einem verwüsteten Iran
  • der Aneignung iranischen Öls
  • und gleichzeitig mit einem möglichen Deal „schon morgen“

Das ist nicht Strategie.
Das ist eine Mischung aus:

  • Reality-TV-Finale
  • Immobilienverhandlung
  • Wutanfall
  • und improvisierter Weltkriegsankündigung

Wenn man ein Ultimatum fünfmal verschiebt, ist es irgendwann kein Ultimatum mehr.
Dann ist es nur noch ein aggressiv formulierter Terminvorschlag.

Die Straße von Hormus bleibt dicht – die Welt zahlt, Trump postet

Während Trump also weiter zwischen Apokalypse und Verhandlungsoptimismus pendelt, bleibt die Straße von Hormus blockiert.

Das hat reale Folgen:

  • höhere Ölpreise
  • steigende Energiepreise
  • Lieferengpässe
  • Druck auf Rohstoffmärkte
  • Unsicherheit für die Weltwirtschaft

Mit anderen Worten:
Während Trump Fristen verschiebt wie andere Leute Zoom-Termine, zahlt der Rest der Welt längst die Rechnung.

Fazit: Das letzte Ultimatum ist bei Trump immer nur das vorletzte

Donald Trump hat also wieder einmal ein Ultimatum gestellt.
Und wieder einmal verschoben.
Und wieder einmal so getan, als sei diesmal aber wirklich Schluss.
Bis vermutlich morgen.

Was bleibt, ist ein Präsident, der mit maximaler Lautstärke droht, aber seine eigenen Fristen behandelt wie ein Fitnessstudio-Abo im Januar:

groß angekündigt, emotional aufgeladen, mehrfach verlängert und am Ende doch nicht ganz so verbindlich.

Oder noch kürzer:

Präsident Unglaubwürdig Trump hat dem Iran erneut die allerletzte allerletzte Warnung geschickt – jetzt diesmal wirklich endgültig. Bis auf Weiteres.

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