Derzeit kursiert eine neue Phishing-Mail, die angeblich von der Telekom stammt und Empfängerinnen und Empfänger mit einer angeblichen Abbuchung von 160 Euro in die Falle locken soll. Ziel der Betrüger ist es, persönliche Daten wie Kundennummern, Passwörter oder Bankverbindungen zu stehlen.
In der gefälschten Nachricht wird behauptet, dass die Telekom eine Abbuchung in Höhe von 160 Euro vorgenommen habe. Sollte der Betrag unrechtmäßig sein, solle man über einen beigefügten Link Einspruch einlegen oder die Buchung rückgängig machen. Genau dieser Link führt jedoch nicht zur echten Telekom-Seite, sondern zu einer professionell gestalteten Fake-Website, auf der die Opfer aufgefordert werden, ihre Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen einzugeben. Diese Daten landen anschließend direkt bei den Betrügern, die sie für weitere Angriffe oder finanzielle Manipulationen nutzen können.
Die Masche folgt einem bekannten Muster: Die gefälschten E-Mails wirken auf den ersten Blick echt, enthalten das Telekom-Logo, eine korrekte Anrede und teilweise sogar realistische Kundennummern. Der Absender ist allerdings fast immer eine gefälschte Adresse, die nur den Anschein erweckt, von der Telekom zu stammen. Oft findet sich im Namen oder in der Domain ein kleiner Schreibfehler – zum Beispiel „telekom-service.info“ statt „telekom.de“.
Die Nachricht nutzt gezielt Zeitdruck und Panik, um Empfängerinnen und Empfänger zu unüberlegten Handlungen zu bewegen. Formulierungen wie „Wenn Sie die Abbuchung nicht veranlasst haben, klicken Sie bitte innerhalb von 24 Stunden auf den folgenden Link“ sollen den Eindruck erwecken, man müsse sofort reagieren, um keinen Schaden zu erleiden. Genau hier liegt die Gefahr: Wer auf den Link klickt oder Daten eingibt, öffnet den Kriminellen Tür und Tor.
Die Telekom selbst weist darauf hin, dass sie niemals Zahlungsaufforderungen oder Rückbuchungslinks per E-Mail verschickt. Offizielle Benachrichtigungen erfolgen ausschließlich über das Kundencenter, die offizielle Telekom-App oder per Post.
Wer eine solche E-Mail erhält, sollte auf keinen Fall auf Links klicken, keine Anhänge öffnen und die Nachricht sofort löschen. Im Zweifel lässt sich der Wahrheitsgehalt einfach überprüfen, indem man sich über die offizielle Telekom-Website in sein Kundenkonto einloggt. Dort werden alle echten Rechnungen, Abbuchungen und Mitteilungen angezeigt.
Falls man bereits auf den Link geklickt und Daten eingegeben hat, ist schnelles Handeln gefragt: Das Passwort für den Telekom-Account sollte sofort geändert werden. Außerdem empfiehlt es sich, alle Bankkonten und Kreditkarten auf verdächtige Bewegungen zu prüfen. Bei unautorisierten Abbuchungen sollte die Bank umgehend informiert und die Zahlung storniert oder zurückgebucht werden. Ebenso ist eine Anzeige bei der Polizei ratsam, um weiteren Missbrauch zu verhindern.
Betroffene können den Betrugsversuch auch an die Telekom melden. Auf der offiziellen Website gibt es eine Seite zum Thema „Phishing & Betrugsversuche“, auf der aktuelle Warnungen veröffentlicht und betrügerische E-Mails gemeldet werden können.
Phishing-Angriffe wie dieser zeigen, wie professionell Cyberkriminelle mittlerweile vorgehen und wie wichtig es ist, aufmerksam zu bleiben. Eine gesunde Skepsis gegenüber unerwarteten E-Mails – insbesondere mit Zahlungsaufforderungen oder sensiblen Links – ist der beste Schutz vor digitalem Betrug.
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