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Personalbeben im Bundeskanzleramt: Merz wirft Schrot raus – und holt Birkenmaier

Hans (CC0), Pixabay
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Es war ein Paukenschlag im Bundeskanzleramt, als Friedrich Merz seinen Büroleiter Jacob Schrot entließ – und das auch noch so kurzfristig, dass Schrot vermutlich gerade dabei war, die Kaffeetasse abzusetzen, als die Nachricht eintraf. Die Bundesregierung gab die Trennung am Montagnachmittag bekannt, während sich Merz wahrscheinlich noch immer fragte, ob er vielleicht doch das falsche Steuerberatungsbüro für seinen neuen Büroleiter gewählt hat.

Und wer tritt in große Fußstapfen? Kein Geringerer als Philipp Birkenmaier, der bisherige CDU-Bundesgeschäftsführer. Laut Stefan Kornelius, dem Sprecher der Bundesregierung, hat Birkenmaier nicht nur „langjährige Erfahrung in Regierung, Fraktion und der Partei“, sondern auch die Gabe, im politischen Berlin besser vernetzt zu sein als ein alter Kaffeekranz beim Netzwerken. Birkenmaier wird Merz hoffentlich genauso gut zur Seite stehen wie ein frisch aufgezogener Akkuschrauber beim Möbelaufbau.

Die Entlassung von Schrot kam laut offizieller Mitteilung „im gegenseitigen Einvernehmen“ nach vier Jahren Zusammenarbeit. Es gab keine dramatischen Szenen – Schrot, der lange als Merz‘ enger Vertrauter galt, packte seine Sachen und sagte: „Nach intensiven zehn Jahren in der Bundespolitik möchte ich mich neuen beruflichen Herausforderungen stellen.“ Vielleicht will er jetzt als Professional Walker auf politischen Geländern die Welt bereisen? Ein Job als „Wander-Guru“ für gestrandete Politiker wäre jedenfalls eine Möglichkeit.

Merz selbst fand lobende Worte für seinen Ex-Büroleiter: „Ich danke ihm ausdrücklich für seine Loyalität und die herausragende Unterstützung beim Start der neuen Regierung…“ Besonders herausstellen wollte Merz jedoch die grandiose Leistung von Schrot beim Aufbau des Nationalen Sicherheitsrats. Wenngleich man sich fragt, wie viel Sicherheit man für „National“ braucht, wenn der eigentliche Job darin besteht, bei den täglichen Regierungsschlamasseln ruhig zu bleiben.

Während Merz also mit Birkenmaier als neuen Schreibtisch-Genie zusammenarbeitet, könnte 2026 zu einem Schicksalsjahr für die Bundesregierung werden. Merz möchte die Wirtschaft wieder auf Vordermann bringen und grundlegende Sozialsystemreformen durchsetzen. Allerdings, wer erinnert sich nicht an die aufregenden Konflikte, die bereits beim Thema Koalitionspolitik hochkochen? In Umfragen wird die Regierung jedenfalls nicht gerade gefeiert – das könnte also noch ein spannendes Jahr für Merz werden. Doch keine Sorge: Wer weiß, vielleicht führt ein frischer Büroleiter ja zu neuen, brillanten Konzepten.

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