Ein Missgeschick mit teuren Folgen: Eine Flugbegleiterin der Delta Air Lines hat am 25. Oktober am Flughafen Pittsburgh (Pennsylvania) versehentlich die Notrutsche eines Airbus A220-300 ausgelöst. Der Vorfall ereignete sich am Gate, kurz nachdem das Flugzeug angekommen war. Nach Angaben der Airline könnte der Schaden zwischen 50.000 und 70.000 US-Dollar liegen.
Peinlicher Vorfall am Boden
Der Zwischenfall betraf den Flug DL 3248, der ursprünglich nach Salt Lake City (Utah) fliegen sollte. Beim Öffnen der Tür löste die erfahrene Crew-Mitglied – laut Augenzeugen mit 26 Jahren Berufserfahrung – die Notrutsche unbeabsichtigt aus. Die Passagiere berichteten, dass es über eine Stunde dauerte, bis die aufblasbare Rutsche wieder entfernt werden konnte.
Ein Reisender schilderte auf Reddit, dass die Situation schnell chaotisch wurde: „Die ganze Nacht war ein einziges Durcheinander“, schrieb der Nutzer. Trotzdem habe der Flugbegleiter sich mehrfach entschuldigt und sei sichtlich nervös gewesen. „In 26 Jahren sei ihm das nie passiert.“
Ersatzflüge und Hotelübernachtungen
Da das Flugzeug nach dem Vorfall nicht mehr einsatzfähig war, mussten sämtliche Passagiere umgebucht werden – entweder auf späte Abendflüge oder Verbindungen am nächsten Morgen. Delta übernahm Hotelübernachtungen für alle betroffenen Fluggäste und entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten.
„Wir wissen, dass dieser Vorfall Reisepläne beeinträchtigt hat, und entschuldigen uns aufrichtig bei unseren Kunden“, teilte das Unternehmen mit.
Kein Einzelfall bei Delta
Wie US-Medien berichten, ist dies nicht der erste Vorfall dieser Art bei Delta. Bereits im Januar 2025 hatte sich am Flughafen Seattle-Tacoma ein ähnlicher Zwischenfall ereignet: Damals löste ein Crew-Mitglied vor dem Boarding die Notrutsche aus – ebenfalls ohne Verletzte, aber mit erheblichen Kosten.
Teurer Fehler – aber menschlich
Luftfahrtexperten erklärten, dass solche Fehler zwar selten, aber nicht völlig ausgeschlossen sind. Da Notrutschen in echten Notfällen in Sekunden ausgelöst werden müssen, ist der Mechanismus bewusst leicht bedienbar – was im Alltagsbetrieb bei Unachtsamkeit zu Problemen führen kann.
Die Passagiere des betroffenen Flugs zeigten laut Zeugenbericht Verständnis. „Ich fühlte mich fast schlechter für den Flugbegleiter als für mich selbst“, schrieb ein Reisender online. „So etwas kann eine ganze Karriere verändern.“
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