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Viktor Orban, Ungarns selbsternannter Grenzwächter-in-Chief, hat eine brillante Idee: Er will der EU eine Rechnung für sein Do-it-yourself-Grenzsicherungsprojekt präsentieren! Stellen Sie sich vor, er sitzt in seinem Büro, umgeben von Miniatur-Stacheldrahtzäunen, und kritzelt auf einem Bierdeckel: „EU schuldet Ungarn 2 Milliarden Euro für erstklassige Zaunbaukunst und professionelles Migrantenabwimmeln seit 2015.“

Aber halt! Die EU hat auch eine Rechnung für Orban: 200 Millionen Euro plus eine Million täglich für sein kreatives „Wie ignoriere ich EU-Asylgesetze“-Experiment. Orban, der Mathegenie, dachte sich: „Warum nicht einfach gegenrechnen? Ich schulde euch was, ihr schuldet mir was – nennen wir’s einfach quitt!“

Die Verordnung liest sich wie ein Wunschzettel an den Weihnachtsmann: „Liebe EU, bitte, bitte, bitte lass uns das Geld behalten. Wir haben doch so schöne Zäune gebaut!“ Wie Ungarn diesen genialen Plan umsetzen will? Nun, vielleicht plant Orban, persönlich mit einem Sparschwein durch Brüssel zu ziehen.

Erinnern wir uns an den Sommer 2015, als Ungarn sich entschied, die Balkanroute in einen gigantischen Hindernisparcours zu verwandeln. Stacheldrahtzäune wurden das neue Must-have für jede stylische Grenze. Migranten dachten sich: „Nö, da gehen wir lieber woanders hin.“

Der Europäische Gerichtshof war von Orbans kreativer Auslegung des EU-Rechts weniger begeistert und beschloss, Ungarn eine saftige Rechnung zu präsentieren. Die Begründung? Ungarn habe die EU-Verträge verletzt – als hätte es beim großen EU-Monopoly-Spiel geschummelt.

Orbans Antwort darauf? „Aber ich habe doch nur die Grenzen geschützt! Das muss doch was wert sein!“ Tja, lieber Viktor, manchmal ist der Weg von „Grenzschutz“ zu „Ärger mit Brüssel“ kürzer als gedacht. Vielleicht sollte er beim nächsten Mal einfach eine GoFundMe-Kampagne für seine Zäune starten?

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