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„Operation Vaterland“: Bürgermeisterin bittet um Audienz beim Sonnenkaiser – Trump schickt Truppen, Kalifornien klagt zurück

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay
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Los Angeles steht in Flammen – zumindest auf Fox News – und Bürgermeisterin Karen Bass hat genug vom Dauer-Kabarett aus Washington. In einem dramatischen Appell bat sie am Dienstag öffentlich um ein persönliches Gespräch mit US-Präsident Donald Trump, um ihn daran zu erinnern, dass Kalifornien noch immer Teil der Vereinigten Staaten sei. „Ich möchte, dass er die Bedeutung dessen versteht, was hier passiert“, sagte sie. Was kühn klingt, könnte auch ein verzweifelter Versuch sein, einem Präsidenten Geografie und Menschenrechte in einem 20-minütigen Gespräch beizubringen.

Seit Tagen protestieren in Los Angeles Menschen gegen die ICE-Razzien, die Trumps Regierung wie ein Netflix-Reboot der Deportationen der 1950er Jahre durchzieht – nur mit mehr PR und weniger Skrupeln. Als Antwort hat Trump kurzerhand mehr Soldaten entsandt als beim letzten NATO-Manöver, um die kalifornische Millionenstadt zu „sichern“. Sicher wovor? Laut Trump: vor „Randalierern mit ausländischen Flaggen“, die mutmaßlich versuchen, „eine ausländische Invasion“ zu starten – vermutlich bewaffnet mit Fair-Trade-Kaffee und selbstgebastelten Bannern.

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom fand das weniger patriotisch als gefährlich. Er reichte eine einstweilige Verfügung ein, um das militärische Planspiel „Operation Vaterland“ zu stoppen. In bestem Gerichtsschriftdeutsch nannte er die Entsendung „ausgebildeter Kriegssoldaten in Wohnviertel mit Yogastudios“ schlicht „verfassungsrechtlich fragwürdig“ und warnte, die Maßnahme bedrohe den Kern der Demokratie. Trump reagierte erwartungsgemäß mit Besonnenheit – also: per Truth Social.

„Newsom ist ein Komplize dieser Aufrührer!“, donnerte der Präsident und fügte hinzu, dass Bass und Newsom vermutlich auch „Brieffreunde von George Soros und El Chapo“ seien. Beweise? „Braucht man nicht“, so ein nicht genannter Regierungssprecher. „Wenn der Präsident es sagt, reicht das doch. Oder wollen Sie etwa der Wahrheit Vorrang geben vor der gefühlten Bedrohung?“

Währenddessen parken nun 4.000 Nationalgardisten und 700 Marines auf den Boulevards von LA. Die Mission: Schutz der amerikanischen Seele gegen böse Pappschilder und rhythmisches Trommeln. Auch eine Sondereinheit sei in Planung: das „Ministerium für Flaggenhygiene“, das künftig sicherstellt, dass Demonstranten nur noch patriotische Farben tragen – am besten mit Glitzer und „Make America Fear Again“-Schriftzug.

Fazit: Die Demokratie brennt – und Trump bringt Benzin, Soldaten und ein Megafon mit. Bürgermeisterin Bass wartet währenddessen weiter auf einen Rückruf. Vielleicht hilft ja bald ein TikTok-Tanz mit Signalwirkung.

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