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Operation Freiheitsgriffel: Trump schickt Truppen gegen „Aufstand der Latte-Macchiato-Linken“ in Los Angeles

reidy68 (CC0), Pixabay
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Während in Downtown LA Self-Driving-Cars brennen und Protestierende Tränengas einatmen wie andere Smog, hat Ex-Präsident und Vollzeit-Volkserzieher Donald J. Trump endlich wieder etwas gefunden, das er besser kontrollieren kann als seinen Blutdruck: die Nationalgarde.

Der Anlass?
Zwei Dinge, die Trump besonders ungern sieht:

  1. Protestierende Menschen mit Meinung.

  2. Migranten ohne Papiere.

Nach einigen ICE-Razzien (nicht zu verwechseln mit dem deutschen Hochgeschwindigkeitszug) gegen „illegale Einwanderer“ eskalierte die Lage, und Trump nutzte seine Lieblingslösung: Truppen schicken – diesmal 2.000 Nationalgardisten. Natürlich ohne Rücksprache mit dem kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom, der im Trump-Universum irgendwo zwischen „linksgrünversifft“ und „illegaler Karottenverkäufer“ rangiert.

Verfassungsrechtlich einwandfrei?
Äh… nicht ganz.
Die gute alte Posse Comitatus-Regel, die den Einsatz von Militär im Inland untersagt, wurde kurzerhand in Trumps Kopf mit dem Posse Galore-Prinzip ersetzt: Wer genug Macht hat, braucht keine Gesetze. Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth, bekannt als „der Mann, der Ja sagt, bevor die Frage endet“, kündigte an, dass bald auch die Marines mitspielen dürften – Camp Pendleton ist schon auf „High Alert“ (übersetzt: Trump hat getwittert).

Trumps Version auf Truth Social lautete:

„Looking really bad in L.A. BRING IN THE TROOPS!!!“
Experten interpretieren das als subtilen Hinweis auf sein nächstes Wahlkampfmotto:
„Make Martial Law Great Again.“

Die Lage in Los Angeles?
Nach objektiven Maßstäben: angespannt, aber nicht apokalyptisch.
Nach Trump’schem Maßstab: kurz vor Mad Max, Staffel 5.
CNN-Reporter wurden mit Gummigeschossen empfangen, selbstfahrende Autos gingen in Flammen auf (was manche Einwohner ohnehin als Verbesserung des Verkehrs sahen), und ein Protestierender fuhr mit dem E-Roller durch eine Polizeikette – Applaus inklusive.

Die Reaktionen?

  • Demokraten: Entsetzt.

  • Verfassungsexperten: Blass.

  • Trump-Anhänger: „Endlich räumt einer auf!“

  • Elon Musk: Nicht mehr eingeladen.

Der politische Kontext?
Neben einem lästigen Haushaltsgesetz, einem Streit mit Ex-Bromance Musk und schwächelnden Umfragewerten beim Thema „Empathie“ nutzt Trump die Truppenbilder für seine PR-Magie:
„Wenn ich schon keine Mauer bauen kann, dann schick ich wenigstens Soldaten auf die Straße.“

Und der Höhepunkt kommt noch:
Zum 250. Jubiläum der US Army lässt Trump Panzer durch Washington rollen – zufällig an seinem Geburtstag. Auf dem South Lawn sollen angeblich schon Testfahrten mit einem „Trump Edition M1 Abrams“ stattgefunden haben – goldlackiert und mit eingebautem Lautsprecher für Dauerschleifen von God Bless America.

Fazit:
Während Kalifornien versucht, Proteste mit Dialog zu deeskalieren, versucht Trump es mit mehr Metall, mehr Tränengas und mehr Tweets in Großbuchstaben.
Bleibt nur eine Frage: Was kommt als Nächstes – eine Space Force gegen Studentenproteste? Oder das Pentagon als Eventlocation für den GOP-Parteitag?

Warten wir’s ab. Die Show hat gerade erst begonnen.

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