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OpenAI-Manager warnt: Staaten ohne KI-Strategie drohen wirtschaftlich zurückzufallen

geralt (CC0), Pixabay
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Wer beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) zögert, könnte langfristig an Einfluss und Wohlstand verlieren. Davor hat George Osborne, heute Manager beim US-Unternehmen OpenAI, auf dem AI Impact Summit in Neu-Delhi gewarnt.

Osborne, der seit zwei Monaten das internationale Regierungsprogramm des Unternehmens leitet, appellierte an die anwesenden Staats- und Regierungschefs: „Lasst euch nicht abhängen.“ Länder, die keine leistungsfähigen KI-Systeme einführten, riskierten wirtschaftliche Nachteile – und möglicherweise eine Abwanderung von Fachkräften in Staaten mit besseren KI-Ökosystemen.

Zwischen USA und China

Osborne stellte die strategische Entscheidung vieler Länder als Wahl zwischen KI-Technologien aus den USA oder aus China dar. Beide Staaten gelten derzeit als führend bei der Entwicklung besonders leistungsstarker Systeme.

Das Gipfeltreffen in Indien, ausgerichtet von Premierminister Narendra Modi, knüpfte an frühere Konferenzen in Großbritannien, Südkorea und Frankreich an. Im Fokus stand die Frage, wie insbesondere Länder des globalen Südens KI für Landwirtschaft, Gesundheit und regionale Sprachen nutzbar machen können – zugleich aber Sicherheitsstandards stärken.

Kritik an Abhängigkeiten

Nicht alle teilten Osbornes Sichtweise. Vertreter afrikanischer Staaten betonten, man wolle eigene KI-Lösungen entwickeln und sich nicht ausschließlich auf US- oder chinesische Anbieter verlassen. So erklärte Kevin Degila von Benins Digitalagentur, sein Land arbeite an eigenen Systemen, die internationale Technologien mit lokalen Sprachdaten kombinierten. „Wir sind Afrikaner – unsere Aufgabe ist es, gemeinsam unsere eigene KI aufzubauen“, sagte er.

Auch Ruandas Digitalministerin Paula Ingabire warnte davor, sich in zu starke Abhängigkeiten zu begeben.

Geopolitik und Regulierung

Der KI-Berater des Weißen Hauses, Sriram Krishnan, unterstrich derweil den Führungsanspruch der USA und kritisierte erneut europäische Regulierungspläne. Der EU AI Act sei aus seiner Sicht innovationshemmend.

Der frühere britische Premierminister Rishi Sunak, inzwischen Berater des KI-Unternehmens Anthropic und von Microsoft, forderte politische Führungskräfte auf, KI zur Chefsache zu machen. Es handle sich nicht um ein Zukunftsthema, sondern um eine Aufgabe für das Hier und Jetzt.

Die Debatte in Neu-Delhi machte deutlich: KI ist längst nicht nur eine technologische, sondern vor allem eine geopolitische und wirtschaftliche Schlüsselfrage.

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