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Online-Betrug in Neustrelitz: Mann verliert 134.000 Euro – Polizei warnt vor gefälschter Promi-Werbung

geralt (CC0), Pixabay
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Ein 49-jähriger Mann aus Neustrelitz ist Opfer eines professionell organisierten Anlagebetrugs geworden. Innerhalb weniger Wochen verlor er insgesamt 134.000 Euro. Die Täter hatten ihn über eine Internet-Anzeige angesprochen, in der mit dem Bild einer bekannten Politikerin für eine angeblich sichere und besonders gewinnbringende Anlagestrategie geworben wurde.

Schrittweiser Einstieg – systematischer Vertrauensaufbau

Der Einstieg in die Falle begann im Juni mit einer kleinen Überweisung von 250 Euro. Über regelmäßige Telefonate und persönliche Nachrichten bauten die Betrüger gezielt Vertrauen auf. Sie gaben sich als Anlageberater aus und erklärten, wie sich mit Kryptowährungen in kurzer Zeit hohe Gewinne erzielen ließen.

Nach und nach forderten sie immer höhere Beträge. Die Täter verschafften sich schließlich direkten Zugriff auf das Bankkonto des Mannes. Sie zeigten ihm fingierte Kontoauszüge, auf denen angeblich bereits ein erheblicher Gewinn zu sehen war.

Um diesen vermeintlichen Gewinn auszahlen zu lassen, solle er – so die Täter – einen Kredit aufnehmen, der ihm sofort nach Auszahlung zurückgezahlt werde. Das Geld verschwand jedoch spurlos.

Kryptowährungen als Köder

Wie in vielen vergleichbaren Fällen diente der Handel mit Kryptowährungen nur als Vorwand. Die eingesetzten Handelsplattformen waren gefälscht, sämtliche Kontobewegungen frei erfunden. Tatsächlich flossen alle überwiesenen Gelder sofort auf ausländische Konten.

Polizei warnt eindringlich vor der Masche

Die Polizei weist darauf hin, dass Kriminelle immer häufiger Namen und Fotos prominenter Persönlichkeiten für ihre Werbung missbrauchen, um Seriosität vorzutäuschen.
Eine Polizeisprecherin erklärt:

„Vor jeder Geldanlage sollte unbedingt die eigene Hausbank eingeschaltet werden. Überweisungen an unbekannte Empfänger im Ausland sind ein Warnsignal.“

Man müsse damit rechnen, dass Betrüger dank moderner Technik – etwa durch künstlich erzeugte Videos oder täuschend echte Webseiten – immer glaubwürdiger auftreten.

Tipps zum Selbstschutz

  • Keine Fernzugriffssoftware auf dem eigenen Rechner zulassen

  • Niemals persönliche Bankdaten preisgeben

  • Hohe Renditeversprechen grundsätzlich hinterfragen

  • Auszahlungen, die an weitere Einzahlungen gebunden sind, als Warnsignal werten

  • Unabhängige Beratung einholen, bevor investiert wird

Die Polizei bittet mögliche weitere Opfer, sich zu melden – auch wenn sie bereits Geld verloren haben. Jede Anzeige könne helfen, die Täterstrukturen zu zerschlagen.

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