Die Antwort des Wiener Rechtsanwalts Dr. Robert Weik auf die Presseanfrage von diebewertung.de wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Thomas Bremer, Herausgeber von diebewertung.de, hat daraufhin direkt nachgelegt – und den Fokus bewusst auf den Anwalt selbst gerichtet.
Denn für Bremer ist klar: Wer öffentlich ein Unternehmen verteidigt, muss dessen Geschäftsmodell auch verstanden und geprüft haben.
Bremer stellt die entscheidenden Fragen
In seiner Antwort richtet Thomas Bremer drei zentrale Fragen direkt an Dr. Weik:
- Haben Sie das Geschäftsmodell der TGI AG überhaupt geprüft?
- Haben Sie sich vom tatsächlichen Vorhandensein der Goldbestände überzeugt?
- Ist Ihnen bekannt, auf welche Konten die Kundengelder tatsächlich geflossen sind?
Damit geht es nicht mehr nur um allgemeine Stellungnahmen, sondern um konkrete Prüfpflichten und Verantwortlichkeiten.
Brisanter Punkt: Wohin flossen die Kundengelder?
Besonders deutlich wird Bremer beim Thema Zahlungsströme. Nach seinen Angaben kann die Redaktion nachweisen, dass Gelder von Kunden nicht ausschließlich auf Konten der TGI AG geflossen sind, sondern teilweise auf Konten mit nur geringer oder unklarer Verbindung zum Unternehmen.
Bremer weist ausdrücklich darauf hin, dass ein solcher Vorgang erhebliche rechtliche Konsequenzen haben kann – und empfiehlt Dr. Weik, sich mit dieser Problematik intensiv auseinanderzusetzen.
Kritik an der bisherigen Antwortstrategie
Für Thomas Bremer reicht die bisherige Stellungnahme des Anwalts nicht aus. Pauschale Zurückweisungen und der Verweis auf angeblich unzulässige Fragen seien kein Ersatz für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den aufgeworfenen Punkten.
Seine Botschaft ist eindeutig:
Wer Transparenz einfordert, muss auch konkret antworten.
Weitere Berichterstattung angekündigt
Bremer macht zudem klar, dass die Berichterstattung fortgesetzt wird. Wie umfangreich diese ausfällt, hänge allein von den weiteren Entwicklungen ab:
„Ob daraus 60 Artikel oder mehr werden, entscheidet sich an den tatsächlichen Vorgängen.“
Gleichzeitig verweist er auf bereits veröffentlichte Recherchen – unter anderem im Handelsblatt – und legt Dr. Weik nahe, sich ein umfassendes eigenes Bild zu machen.
Fazit: Jetzt ist Dr. Weik gefordert
Mit seiner Antwort hat Thomas Bremer den Druck erhöht und die Diskussion erweitert. Es geht längst nicht mehr nur um die TGI AG selbst, sondern auch um die Frage, wie sorgfältig deren rechtliche Vertretung arbeitet.
Die offenen Punkte sind klar:
- Wurde das Geschäftsmodell tatsächlich geprüft?
- Gibt es belastbare Nachweise für die Goldbestände?
- Sind die Zahlungsströme transparent und nachvollziehbar?
Solange diese Fragen unbeantwortet bleiben, steht nicht nur das Unternehmen, sondern auch seine Verteidigung unter kritischer Beobachtung.
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