Ab 2027 wird es ernst – zumindest ein bisschen: Die E-Control kündigt an, dass Betreiber von Photovoltaikanlagen künftig eine Netzgebühr für eingespeisten Sonnenstrom zahlen müssen. Aber keine Panik – es geht um Beträge im „kleinen Cent-Bereich“. Oder wie es auf Behördendeutsch heißt: „nicht wirtschaftlich schmerzhaft, nur ein bisschen kitzelig.“
E-Control-Vorstand Alfons Haber beruhigte auf einer Fachveranstaltung: „Keine Sorge, Ihre PV-Anlage bleibt rentabel. Sie wird nur minimal zur Kasse gebeten – quasi ein Sonnenschein mit Trinkgeldpflicht.“
Der Hintergrund: Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) ist in Arbeit. Und mit ihm die Idee, dass Strom aus PV-Anlagen nicht ganz gratis ins Netz spazieren darf. Die ÖVP, SPÖ und NEOS finden das vernünftig – immerhin zahlt das Netz ja auch Miete für die Sonnenstrahlen. Oder so ähnlich.
Die Grünen hingegen sind empört und wollen „dagegenhalten“. Klimaschutz dürfe nicht bestraft werden, sagte Leonore Gewessler. Frei nach dem Motto: „Die Sonne schickt keine Rechnung – und der Staat soll es auch lassen.“
Noch ist nichts fix: Das Gesetz braucht zusätzliche Stimmen, etwa von der FPÖ oder den Grünen – die einen glauben nicht ans CO₂, die anderen nicht an Sonnensteuern. Da ist also noch alles möglich.
Falls die Netzgebühr tatsächlich kommt, sollen kleinere Anlagen verschont bleiben – vermutlich aus Rücksicht auf Balkonbesitzer mit 300-Watt-Hoffnung. Und überhaupt: Die Netzentgelte sollen „zeitlich variieren“, sagt E-Control. Klingt nach Roulette mit der Stromrechnung – oder nach einem „Lenkungseffekt“, wie Experten sagen.
Fazit: Ab 2027 zahlen auch Sonnenstrahlen Maut. Wenigstens ein bisschen. Und wer weiß – vielleicht kommt bald auch ein Steckersteuer-Vignettensystem für besonders sonnige Dachziegel.
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