Nach den US-israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen am Wochenende sind die Ölpreise auf den höchsten Stand seit Januar gestiegen.
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Brent-Rohöl stieg auf bis zu 81,40 US-Dollar pro Barrel, stabilisierte sich später bei rund 78,89 US-Dollar.
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US-WTI-Rohöl erreichte zeitweise 78,40 US-Dollar, notierte zuletzt bei etwa 75,71 US-Dollar.
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Seit Beginn des Konflikts am 13. Juni ist der Brent-Preis um 13 %, der WTI-Preis um 10 % gestiegen.
Die Märkte reagierten auf die Äußerung von Präsident Trump, dass die iranischen Nuklearanlagen „ausgelöscht“ worden seien. Analysten sehen in einem möglichen iranischen Vergeltungsschlag – insbesondere einer Blockade der Straße von Hormus – ein großes Risiko für die globale Ölversorgung. Durch diese Meerenge fließt etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls.
Obwohl alternative Pipelines existieren, wären viele Lieferungen blockiert, wenn die Meerenge geschlossen würde. Eine endgültige Entscheidung liegt beim iranischen Sicherheitsrat, doch der iranische Bundestag hat laut Staatsmedien eine entsprechende Maßnahme bereits genehmigt.
Einschätzung von Analysten:
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Der Preisanstieg könnte kurzfristig sein, solange es keine realen Lieferausfälle gibt.
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Investoren erwarten Preisschwankungen; viele Händler haben sich wegen der geopolitischen Unsicherheit vorerst zurückgezogen.
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Eine mögliche „Korrektur“ der Preise ist denkbar, wenn keine weitere Eskalation erfolgt.
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