Der US-Technologiekonzern Nvidia kündigte an, in Kürze wieder Hochleistungs-KI-Chips nach China liefern zu dürfen. In einem offiziellen Blogbeitrag teilte das Unternehmen mit, dass die US-Regierung zugesagt habe, entsprechende Exportlizenzen zu erteilen.
Damit wird eine frühere Entscheidung der Trump-Regierung teilweise zurückgenommen. Im April hatte Washington den Verkauf der speziell für den chinesischen Markt entwickelten H20-Chips untersagt – aus Sorge, die Technologie könne vom chinesischen Militär genutzt werden. Die Chips waren zuvor ein zentraler Bestandteil der Exportkontrollen im Technologiekonflikt zwischen den USA und China.
Die Ankündigung erfolgt in einer Phase schrittweiser Entspannung der Handelsbeziehungen zwischen Washington und Peking. Im Mai hatten sich beide Seiten auf einen vorläufigen Waffenstillstand im Zollstreit geeinigt. Bis zum 12. August soll eine langfristige Einigung über gegenseitige Strafzölle erzielt werden.
Auch China hatte zuletzt Handelserleichterungen signalisiert – unter anderem durch die Lockerung von Exportkontrollen bei seltenen Erden, während die USA ihrerseits Beschränkungen für Chip-Design-Software in China aufgehoben hatten.
Nvidia-CEO Jensen Huang, derzeit auf Besuch in China, habe sich persönlich für eine Wiederaufnahme des China-Geschäfts eingesetzt. Er traf sowohl US-Präsident Donald Trump als auch chinesische Regierungs- und Industrievertreter, um über die Zukunft von Künstlicher Intelligenz, wirtschaftliche Zusammenarbeit und verantwortungsvolle Forschung zu sprechen.
China gilt für Nvidia weiterhin als einer der wichtigsten Absatzmärkte weltweit.
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