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NTSB-Bericht: Warnsignale ertönten kurz vor tödlichem Hubschrauberabsturz in Los Angeles

Chikilino (CC0), Pixabay
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Kurz vor dem Absturz eines Nachrichtenhubschraubers in Los Angeles ertönten im Cockpit mehrere Warnsignale. Das geht aus einem vorläufigen Bericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB hervor. Bei dem Unglück am 15. September kamen drei Menschen ums Leben.

Der als „NewsChopper4“ eingesetzte Hubschrauber des Betreibers Angel City Air war an diesem Tag unterwegs, um über einen schweren Busunfall im Stadtteil Chatsworth im San Fernando Valley zu berichten. An Bord befanden sich der Pilot und eine Reporterin. Beide starben bei dem Absturz. Zudem kam eine Person am Boden ums Leben.

Nach Angaben der Ermittler war der Hubschrauber vom Whiteman Airport gestartet und anschließend nach Chatsworth geflogen. Dort blieb die Maschine rund eine Stunde und 24 Minuten im Bereich der Unfallstelle und führte verschiedene Flugmanöver durch, um Aufnahmen zu erstellen.

In der letzten Minute des Fluges befand sich der Hubschrauber etwa 800 Fuß, rund 240 Meter, über dem Boden und verlangsamte sich zeitweise auf ungefähr sechs Knoten Geschwindigkeit über Grund.

Die Ermittler werteten zudem eine rund vier Minuten lange Videoaufnahme aus, die von der Reporterin an Bord angefertigt worden war. Über weite Teile der Aufnahme seien die Geräusche des Hubschraubers mit einem normalen Flugbetrieb vereinbar gewesen.

In den letzten 29 Sekunden änderte sich das jedoch. Auf der Aufnahme waren veränderte Motor- und Rotorgeräusche sowie mehrere Warnsignale zu hören. Nach Einschätzung der NTSB passten diese unter anderem zu Warnungen vor einer zu hohen oder zu niedrigen Rotordrehzahl sowie weiteren akustischen Hinweisen des Hubschraubersystems.

Die genaue Ursache des Absturzes steht weiterhin nicht fest. Der vorläufige Bericht liefert jedoch neue Informationen über die letzten Sekunden des Fluges, die nun im Rahmen der weiteren Untersuchung ausgewertet werden.

Hubschrauber ging in einen schnellen Sinkflug über

Gegen 18.55 Uhr Ortszeit zeigten Flugverfolgungsdaten, dass der Hubschrauber während einer Rechtskurve plötzlich stark zu sinken begann.

Der letzte aufgezeichnete Datenpunkt zeigte eine hohe Sinkrate. Gleichzeitig bewegte sich die Maschine mit etwa 38 Knoten über Grund und befand sich unmittelbar über dem späteren Absturzort.

Überwachungskameras umliegender Gebäude zeichneten auf, wie der Hubschrauber schnell an Höhe verlor und schließlich gegen einen Metallcontainer prallte. Kurz darauf brach ein Feuer aus.

Bei der anschließenden Untersuchung des Wracks stellten die Ermittler fest, dass sich die wesentlichen Bauteile entweder noch am Rumpf befanden oder innerhalb eines relativ kleinen Trümmerfeldes lagen. Das Wrack wurde später zu einer Untersuchungsstätte gebracht, wo weitere technische Analysen durchgeführt werden.

Unglück ereignete sich nach tödlichem Busunfall

Der Hubschrauber war eingesetzt worden, nachdem es wenige Stunden zuvor zu einem tödlichen Zusammenstoß zwischen einem Bus der Los Angeles Metro und einem weiteren Fahrzeug gekommen war. Bei diesem Unfall kamen zwei Menschen ums Leben.

Der Nachrichtenhubschrauber berichtete für NBC 4 Los Angeles und Telemundo 52 über das Geschehen. Die Maschine stürzte zwischen zwei Gewerbegebäuden ab.

Bei den drei Todesopfern handelte es sich um die Reporterin Eliana Moreno, den Piloten George Marciniw und den 29-jährigen Edy Gutierrez Mejia. Moreno und Marciniw hatten nach Angaben ihres Senders bereits seit mehreren Jahren gemeinsam an Bord des Nachrichtenhubschraubers gearbeitet.

Der Absturz löste bei den Mitarbeitern der beteiligten Fernsehsender große Bestürzung aus. Während einer laufenden Nachrichtensendung wurde bekannt gegeben, dass der Kontakt zu dem Hubschrauber abgebrochen war und die Maschine kurz vor 19 Uhr in Chatsworth abgestürzt war.

Die NTSB setzt ihre Untersuchung fort. Bis ein abschließender Bericht mit einer möglichen Unfallursache vorliegt, können noch weitere technische Untersuchungen und Auswertungen erforderlich sein.

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