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Nordkorea ein digitales Imperium

vickygharat (CC0), Pixabay
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Stellen Sie sich vor: ein Land, das mit Stromausfällen, Internet-Raritäten und Isolation kämpft, entpuppt sich als globaler Cyber-Bösewicht. Willkommen in Nordkorea – der etwas anderen IT-Schmiede, wo Mathematikgenies nicht den Nobelpreis anstreben, sondern Ihr Bitcoin-Wallet.

Man mag meinen, die IT-Infrastruktur eines Landes mit flackerndem Stromnetz sei der perfekte Stoff für eine Satire. Doch Nordkorea hat uns eines Besseren belehrt: Mit weniger Bandbreite als der Durchschnittsrentner beim Senioren-Surfkurs hat sich das Regime von Kim Jong Un an die Spitze der Cyberkriminalität gehackt – und das ohne „High-Speed“-Internet.

Von Mathematikgenies zu digitalen Einbrechern

In Nordkorea wird Talent früh erkannt – und beschlagnahmt. Kinder mit mathematischer Begabung dürfen sich auf eine glänzende Zukunft freuen: nicht in Stanford, sondern in der geheimen Hackerakademie Pjöngjangs. Privilegien inklusive, wie etwa ein tägliches Rationieren von Strom und gelegentliches Intranet.

Diese IT-Wunderkinder hacken sich später durch die Weltgeschichte, plündern Kryptowährungsbörsen und legen westliche Unternehmen lahm. 1,3 Milliarden Dollar – das diesjährige Diebesgut – sind nicht etwa für die Modernisierung der Stromversorgung vorgesehen, sondern finanzieren Kims Raketen- und Atomträume. Das Motto: „Eine Nation ohne Licht, aber mit strahlenden Bomben.“

Hackergruppen mit Charme und Methode

Die Spitznamen der Hackergruppen – Lazarus, Kimsuky und Andraneil – klingen wie Castingshow-Teilnehmer, doch ihr Talent liegt in der digitalen Kunst des Diebstahls. Ihre Mission: Europa, Südkorea und alles, was nicht niet- und nagelfest ist, ins Visier nehmen. Ihre Angriffe sind dabei so ausgeklügelt, dass man fast vergisst, dass sie von einem Land kommen, das Stromausfälle wie Feiertage begeht.

Der Westen: Zielscheibe und Zuschauer

Von Cyberangriffen auf deutsche Rüstungsunternehmen bis hin zu südkoreanischen Regierungsstellen – Nordkoreas Hacker lassen nichts aus. Dass dabei auch Europas Cybersicherheit ins Wanken gerät, ist kaum überraschend, denn Pjöngjangs neue Freundschaft mit Moskau könnte in Zukunft noch mehr „Kooperationsprojekte“ hervorbringen. Wie heißt es so schön: Geteiltes Leid ist halbes Leid – oder im Falle von Russland und Nordkorea, doppeltes Chaos.

Was tun? Mehr als nur zuschauen

Die Sicherheitsforscher schlagen Alarm, doch die Reaktion vieler bleibt lauwarm. Es ist, als würde man versuchen, ein brennendes Haus mit einem Eimer Wasser zu löschen – während man darüber diskutiert, wer den Eimer halten soll.

Fazit: Nordkorea zeigt uns, dass man auch mit minimaler Infrastruktur und maximaler Skrupellosigkeit ganz groß rauskommen kann. Während die Welt darüber nachdenkt, wie man darauf reagiert, baut Kim sein digitales Imperium weiter aus – in völliger Dunkelheit, versteht sich.

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