er demokratische Hoffnungsträger und Überraschungssieger der Vorwahl, Zohran Mamdani, hat sich mit dem Fraktionsführer der Demokraten im US-Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, getroffen – doch eine offizielle Unterstützung durch den hochrangigen Parteikollegen bleibt bislang aus.
Am 18. Juli sprachen Jeffries und Mamdani eine Stunde lang in Brooklyn über zentrale Themen wie die Lebenshaltungskostenkrise, Gentrifizierung, öffentliche Sicherheit und den Kampf gegen Antisemitismus – ein Gespräch, das beide Seiten als „offen“ und „konstruktiv“ beschrieben. Konkrete politische Unterstützung blieb jedoch aus.
Noch kein Schulterschluss mit der Parteispitze
Obwohl Mamdani am 24. Juni die Vorwahl gegen Ex-Gouverneur Andrew Cuomo sensationell gewann und damit das New Yorker Partei-Establishment erschütterte, haben sich weder Jeffries noch andere prominente Demokraten wie Chuck Schumer oder Kathy Hochul bislang hinter Mamdani gestellt. Der 33-jährige Abgeordnete mit Wurzeln in Uganda und Indien steht politisch der demokratisch-sozialistischen Linken nahe und wird unter anderem von Alexandria Ocasio-Cortez und Bernie Sanders unterstützt.
Showdown im Herbst: Vier Kandidaten, viele Spannungen
Im November kommt es zum Showdown zwischen Mamdani, dem parteilosen Cuomo, Amtsinhaber Eric Adams, der nach Skandalen unter Druck steht, und dem republikanischen Kandidaten Curtis Sliwa, der sich ebenfalls weigert, aus dem Rennen auszusteigen.
Das Treffen mit Jeffries könnte ein erster Schritt sein, um die Gräben zwischen Parteibasis und Führung zu überbrücken – noch allerdings ohne klares Signal der Einheit. Beobachter werten die zurückhaltende Kommunikation als Ausdruck tiefer Spannungen in der Partei zwischen progressivem Aufbruch und traditioneller Machtpolitik.
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