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Neue US-Ernährungsrichtlinien: Mehr echtes Essen, weniger Industrieprodukt – und Alkohol ist wieder erlaubt

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Die US-Regierung hat am 7. Januar neue Ernährungsempfehlungen vorgestellt, die den amerikanischen Speiseplan grundlegend verändern sollen. Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. sprach von einem „historischen Wendepunkt der amerikanischen Ernährungspolitik“. Ziel: Weniger Zucker, weniger hochverarbeitete Produkte – und dafür mehr echte, nährstoffreiche Lebensmittel.

Unter dem Motto „Make America Healthy Again“ (eine Anspielung auf einen bekannten Slogan) kündigte Präsident Trumps Regierung eine Rückkehr zu mehr Natürlichkeit auf dem Teller an – inklusive der überraschenden Entscheidung, die bisherigen Beschränkungen für Alkohol zu lockern.


„Echtes Essen“ statt Chemie-Cocktail

„Meine Botschaft ist klar: Esst echtes Essen“, sagte Kennedy bei der Pressekonferenz im Weißen Haus. Gemeint sind damit Lebensmittel mit möglichst wenig Verarbeitung: Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Milchprodukte, gesunde Fette und hochwertige Eiweiße. Auch tiefgekühlte, getrocknete oder konservierte Varianten seien willkommen – Hauptsache, sie bestehen nicht nur aus künstlichen Aromen, Süßstoffen und Konservierungsstoffen.

Hochverarbeitete Produkte – sogenannte ultra-processed foods – würden laut Kennedy seit Jahrzehnten von der Politik geduldet und sogar gefördert, obwohl sie „kaum noch etwas mit Nahrung zu tun haben“ und stattdessen nur „Profitmaschinen für Konzerne“ seien.

„Die harte Wahrheit ist: Unsere Regierung hat uns jahrelang belogen, um die Gewinne der Industrie zu schützen“, so Kennedy. „Ab heute ist Schluss damit.“

Was sich konkret ändert

Die überarbeiteten Richtlinien wurden gemeinsam vom Gesundheitsministerium (HHS) und dem Landwirtschaftsministerium (USDA) erstellt. Sie erscheinen alle fünf Jahre und beeinflussen Schulverpflegung, Ernährungsempfehlungen in Kliniken sowie offizielle Lebensmittelstandards im ganzen Land.

Die wichtigsten Neuerungen:

  • Mehr Eiweiß, mehr Vollwertkost, mehr natürliche Fette

  • Weniger Zucker, raffinierte Kohlenhydrate und Industrieprodukte

  • Alkoholkonsum nicht mehr strikt auf ein bis zwei Drinks pro Tag begrenzt

Die neue Linie soll laut Landwirtschaftsministerin „echte Lebensmittel wieder ins Zentrum der amerikanischen Ernährung rücken.“

Und die Industrie?

Erste Lebensmittelkonzerne kündigten bereits an, künstliche Farbstoffe auf Erdölbasis und andere umstrittene Inhaltsstoffe aus ihren Produkten zu entfernen – ein Effekt der „Make America Healthy Again“-Kampagne.

Wie groß die Auswirkungen dieser Richtlinien wirklich sein werden, bleibt abzuwarten. Immerhin steht die US-Ernährungsindustrie unter starkem Einfluss von Lobbyisten – und viele vermeintlich gesunde Produkte waren bisher eher cleveres Marketing als Ernährungsoffensive.

Eine neue Ernährungskultur?

Ob sich die tiefverwurzelten Essgewohnheiten der US-Bevölkerung tatsächlich ändern lassen, wird sich zeigen. Die neue Regierung setzt jedenfalls auf eine Mischung aus politischer Umkehr, öffentlicher Aufklärung und marktwirtschaftlichem Druck.

Bis dahin bleibt nur zu hoffen, dass der neue Kurs tatsächlich mehr Gesundheit und weniger Marketing-Versprechen auf die Teller bringt.

Und ganz ehrlich – bei all den Richtlinien, Empfehlungen und Reformen… wo ist eigentlich mein Gold, verdammt nochmal?

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