Ein rund 600 Kilogramm schwerer NASA-Satellit wird nach mehr als 14 Jahren im Orbit wieder in die Erdatmosphäre eintreten. Das Raumfahrzeug Van Allen Probe A soll nach aktuellen Prognosen am 10. März gegen 19:45 Uhr (US-Ostküstenzeit) in die Atmosphäre zurückkehren.
Nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA wird der Großteil des Satelliten beim Wiedereintritt verglühen. Einige Bauteile könnten jedoch den Sturz überstehen. Dennoch sei das Risiko, dass Menschen auf der Erde zu Schaden kommen, extrem gering – die Wahrscheinlichkeit liege bei etwa 1 zu 4.200.
Mission zur Erforschung der Strahlungsgürtel
Van Allen Probe A wurde zusammen mit einem baugleichen Satelliten im August 2012 gestartet. Beide Sonden sollten ursprünglich zwei Jahre lang die sogenannten Van-Allen-Strahlungsgürtel untersuchen – Regionen im Erdmagnetfeld, in denen energiereiche Teilchen gefangen sind.
Die Mission verlief jedoch so erfolgreich, dass die Satelliten fast sieben Jahre lang Daten sammelten. Erst 2019 stellte die NASA den Betrieb ein, nachdem der Treibstoff aufgebraucht war und die Solarpanels nicht mehr optimal ausgerichtet werden konnten.
Bedeutung der Forschung
Die gewonnenen Daten halfen Wissenschaftlern, Weltraumwetter und Sonnenaktivität besser zu verstehen. Solche Ereignisse können Satelliten, Astronauten im All und sogar technische Systeme auf der Erde, etwa Stromnetze, beeinflussen.
Die Strahlungsgürtel spielen zudem eine wichtige Rolle beim Schutz der Erde vor kosmischer Strahlung und Sonnenstürmen. Gleichzeitig stellen sie eine Herausforderung für zukünftige Raumfahrten dar, da Astronauten auf dem Weg zum Mond oder Mars diese Regionen durchqueren müssen.
Früherer Wiedereintritt als geplant
Ursprünglich ging die NASA davon aus, dass die Sonde erst 2034 wieder in die Atmosphäre eintreten würde. Ein besonders intensiver Sonnenzyklus, der 2024 seinen Höhepunkt erreichte, erhöhte jedoch den atmosphärischen Widerstand und beschleunigte so den Absturz des Satelliten.
Der zweite Satellit der Mission, Van Allen Probe B, soll nach aktuellen Berechnungen erst nach 2030 zur Erde zurückkehren.
Wo genau mögliche Trümmerteile landen könnten, ist derzeit nicht bekannt – Experten gehen jedoch davon aus, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit im Meer niedergehen würden.
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