Drei Jahrzehnte nach der Entdeckung des ersten Exoplaneten haben Astronomen einen neuen Meilenstein erreicht: Mehr als 6.000 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems sind inzwischen bestätigt. Das gab das Exoplanet Science Institute der NASA bekannt.
Ein Kosmos voller fremder Welten
Seit 1995, als der Gasriese 51 Pegasi b erstmals nachgewiesen wurde, haben Weltraumteleskope wie Hubble und James Webb sowie zahlreiche Observatorien auf der Erde eine beeindruckende Vielfalt fremder Welten entdeckt. Darunter:
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Gasriesen, die näher an ihrer Sonne kreisen als Merkur,
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Planeten mit zwei Sonnen wie in „Star Wars“,
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bizarre Gebilde wie WASP-193b, so leicht und luftig wie Zuckerwatte,
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oder eisige Giganten wie 14 Herculis c, so kalt wie ein Wintertag auf der Erde.
Fast 8.000 weitere Kandidaten warten derzeit auf Bestätigung. Astronomen gehen davon aus, dass es Milliarden solcher Planeten gibt.
Beweis für Leben? Noch Fehlanzeige
Einige Funde sorgten für Aufsehen – etwa der Exoplanet K2-18b, bei dem 2024 Hinweise auf mögliche Biomarker in der Atmosphäre entdeckt wurden. Doch bislang konnte kein Beweis für außerirdisches Leben erbracht werden.
„Es geht um die zentrale Frage: Sind wir allein im Universum oder gibt es andere bewohnbare Welten?“, erklärte die NASA in einem Video zum Meilenstein.
Neue Teleskope sollen Suche vorantreiben
Mit dem kommenden Nancy Grace Roman Space Telescope will die NASA in den nächsten Jahren Tausende weitere Exoplaneten finden, unter anderem mit Hilfe der Technik der Gravitations-Mikrolinsen. „Diese Entdeckungen haben die Art verändert, wie wir den Nachthimmel sehen“, so Shawn Domagal-Goldman, kommissarischer Leiter der NASA-Astrophysik.
Die zweite Erde bleibt aus
So faszinierend die Vielfalt ist – ein echter „Zwilling“ der Erde fehlt bislang. Die Jagd nach einem Planeten, der unseren Heimatplaneten in Größe, Zusammensetzung und Lebensbedingungen gleicht, geht also weiter.
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