Der US-amerikanische Songwriter Billy Steinberg, einer der prägenden Hitlieferanten der 1980er- und 1990er-Jahre, ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Wie seine Familie mitteilte, erlag er in Los Angeles einer Krebserkrankung. Mit ihm verliert die Popwelt einen der einflussreichsten Texter seiner Generation.
Steinberg, geboren als William Steinberg in Kalifornien, schrieb Musikgeschichte – auch wenn sein Name vielen weniger geläufig ist als die Stimmen, die seine Lieder weltberühmt machten. Zu seinen größten Erfolgen zählt Madonnas „Like a Virgin“ (1984), das Platz eins der US-Charts erreichte und zum Titelsong ihres zweiten Albums wurde. Der Song markierte einen Wendepunkt in der Popkultur und machte Madonna endgültig zum Superstar.
Gemeinsam mit seinem langjährigen Kreativpartner Tom Kelly komponierte Steinberg zahlreiche weitere Hits: Cyndi Laupers „True Colors“, Whitney Houstons „So Emotional“, „I Touch Myself“ von den Divinyls oder später „Too Little Too Late“ von JoJo und „Give Your Heart a Break“ von Demi Lovato. Auch Künstlerinnen wie Céline Dion, Roy Orbison und The Bangles interpretierten seine Werke.
Seine Familie würdigte ihn als „visionären Texter, liebevollen Ehemann und Vater“. Viele seiner Texte seien aus sehr persönlichen Gedanken entstanden – und hätten sich zu Hymnen entwickelt, in denen sich Millionen Menschen wiederfanden. Für Steinberg selbst habe weniger die Auszeichnung gezählt als der Moment, wenn ein Publikum seine Worte mitsang.
Für sein Werk erhielt er zahlreiche Ehrungen, darunter einen Grammy für Céline Dions Album Falling Into You (1996). 2011 wurde er in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen – eine späte, aber verdiente Anerkennung für einen Mann, dessen Lieder zu Klassikern wurden.
Billy Steinberg hinterlässt seine Ehefrau Trina, zwei Söhne und zwei Stiefkinder. Seine Songs aber werden bleiben – als Beweis dafür, dass ehrliche Worte, wenn sie zur Musik werden, Generationen überdauern können.
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