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ChristopherPluta (CC0), Pixabay
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Russland hat Deutschland und Frankreich „Erpressung“ im Fall des vergifteten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny vorgeworfen. Paris und Berlin seien kategorisch nicht gewillt, „die Fakten zu berücksichtigen“, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, gestern. Sie warf den Ländern „Drohungen und Erpressungsversuche“ vor. Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) und sein französischer Kollege Yves Le Drian hatten zuvor angekündigt, mit den EU-Partnern über neue Sanktionen gegen Russland zu beraten.

Moskau habe bisher trotz wiederholter Aufforderungen „keine glaubhafte Erklärung“ für Nawalnys Vergiftung geliefert, sagten die beiden Minister. Sacharowa bezeichnete die Erklärung als „in Inhalt und Ton inakzeptabel“. Frankreich und Deutschland schienen eine „antirussische Koalition“ innerhalb der EU zu führen, trotz früherer Zusicherungen, sie wollten eine „Partnerschaft mit Russland“, sagte die Sprecherin weiter.

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Der wegen Mordes angeklagte Polizist im Verfahren um den Tod des Afroamerikaners George Floyd ist auf Kaution von einer Million Dollar aus dem Gefängnis entlassen worden. Der geforderte Betrag von umgerechnet rund 850.000 Euro wurde gestern hinterlegt, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Es handelt sich um jenen Polizisten, der bei der Festnahme rund acht Minuten sein Knie auf Floyds Nacken gedrückt hatte – und auch nicht damit aufgehört hatte, als Floyd sagte, er könne nicht atmen. Der Polizist bestreitet genauso wie die anderen an dem Einsatz beteiligten Beamten eine Schuld an Floyds Tod.

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Der Strategiewechsel der US-Notenbank Fed hat zu Differenzen unter ihren Währungshütern geführt. Auf ihrer jüngsten Zinssitzung zeigten sich die Notenbanker gespalten, wie in der Praxis die neuen Prinzipien anzuwenden seien, wie aus den gestern veröffentlichten Protokollen des Treffens Mitte September hervorgeht.

Die meisten Teilnehmer und Teilnehmerinnen hätten es zwar unterstützt, mehr datenabhängige Aussagen zum Zinsausblick zu geben. Einige Teilnehmer zielten hingegen auf ein starkes Versprechen der Fed ab, die Inflation über die Zweiprozentmarke zu hieven. Andere wiederum waren der Ansicht, dass ein solches Versprechen der Wirtschaft aktuell wenig helfen würde.

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Der wegen mehrerer Coronavirus-Ausbrüche in die Schlagzeilen geratene Fleischkonzern Tönnies hat sich gegen die vorübergehende Schließung seines Standorts im Emsland gewehrt. Es sei eine einstweilige Verfügung gegen die Entscheidung des Landkreises beantragt worden, teilte der zu Tönnies gehörende Schlachthof Weidemark gestern mit.

„Die Schließungsverfügung heute zu erlassen, ist für uns nicht verhältnismäßig“, sagte Weidemark-Geschäftsführer Christopher Rengstorf. Die Lage der Schweinebauern würde sich durch die vorübergehende Schließung des Schlachthofs in Sögel dramatisch zuspitzen.

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Die Coronavirus-bedingte Wirtschaftsrezession könnte in diesem Jahr bis zu 115 Millionen Menschen in extreme Armut stürzen. Bis 2021 könnte die Krise sogar 150 Millionen Menschen unter die Armutsgrenze drängen, warnte die Weltbank gestern. Unter die Armutsgrenze fallen Menschen, die von weniger als 1,60 Euro pro Tag leben.

Ohne den Ausbruch der Pandemie läge die weltweite Armutsrate bei geschätzten 7,9 Prozent, teilte die Weltbank in einem neuen Bericht mit. Infolge der Krise könnte sie auf 9,4 Prozent steigen. Das würde jahrzehntelange Fortschritte im Kampf gegen extreme Armut zunichtemachen.

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