Nachdem US-Präsident Donald J. Trump (der Tyrannische) Grönland quasi schon geistig annektiert hat – inklusive Eiswürfel-Claim, Rentier-Steuer und Sonderbotschafter aus Louisiana –, steht für den Meister der maximalen Machtausdehnung bereits das nächste Ziel fest: Kanada.
Warum? Ganz einfach: Ahornsirup, Drogen und zu viele Bäume.
„Kanada“, so Trump auf seiner täglichen „Air Force One Audienz“, „ist eine Bedrohung. Eine grüne, kalte, höfliche Bedrohung. Die fluten uns mit Drogen – Fentanyl, Ahornsirup, was auch immer. Das muss aufhören.“
Ein CNN-Reporter fragte vorsichtig, ob er damit eine Invasion Nordamerikas im Blick habe. Trump antwortete:
„Ich meine, Kanada ist doch schon oben. Warum nicht einfach runterholen?“
Die Argumentation ist, wie immer bei Trump, bestechend klar und frei von jeder Logik, die sich dem gesunden Menschenverstand unterordnen würde. Seine Anhänger in „Maple Lives Matter“-T-Shirts bejubeln bereits eine „Befreiung von linksgrün versifften Provinzen wie British Columbia“.
Stephen Miller, Trumps immer blasserer Superberater, legte nach:
„Wer hat überhaupt entschieden, dass Kanada ein eigener Staat ist? Haben wir da jemals zugestimmt? Hat jemand Kanada gewählt?“
Währenddessen bleibt Kanada ruhig. Premierminister Justin Trudeau ließ lediglich mitteilen:
„Wir empfehlen Donald Trump einen heißen Tee, eine Decke und ein ruhiges Gespräch mit der Realität.“
Doch wer Trump kennt, weiß: Der Mann führt keine Gespräche – er handelt.
Und wenn die Welt nicht aufpasst, liegt demnächst neben der Freiheitsstatue ein Sack voller Ahornblätter mit dem Etikett „Trump National Park North“.
Die entscheidende Frage lautet also:
Wann reicht’s?
Wann sagt das eigene Volk: Schluss mit dem imperialen Größenwahn auf Steroiden?
Wann reicht es den Republikanern, den NATO-Partnern, den Nachbarn – ja, selbst dem Kühlschrank, der täglich Fox News ertragen muss?
Noch schweigt die Welt. Doch wenn Trump demnächst den Yukon als „strategischen Zuckervorrat“ erklärt und die Flagge Kanadas durch eine rote Mütze ersetzt, wird es vielleicht zu spät sein.
Aber hey – wenigstens gäbe es dann endlich gescheiten Schnee in Mar-a-Lago.
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