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Nach Entlassung: Kristi Noem übernimmt neue Rolle in Trumps Lateinamerika-Initiative

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Die ehemalige US-Heimatschutzministerin Kristi Noem hat erstmals in ihrer neuen Funktion als Sondergesandte von Präsident Donald Trump an einem internationalen Treffen teilgenommen. Nach ihrer Absetzung als Ministerin soll sie künftig die Initiative „Shield of the Americas“ vertreten – ein neues Bündnis mehrerer lateinamerikanischer Staaten gegen Drogenkartelle.

Das Treffen fand am 7. März im Trump National Doral Golf Club nahe Miami statt. Staats- und Regierungschefs aus mehreren Ländern der Region nahmen daran teil, darunter der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele. Geleitet wurde der Gipfel von US-Außenminister Marco Rubio.

Neue Aufgabe nach politischem Rückschlag

Trump hatte Noem wenige Tage zuvor als Heimatschutzministerin abgelöst. Ihr Nachfolger soll der republikanische Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma werden.

Mit der neuen Position als Sondergesandte erhält Noem eine diplomatische Rolle. Sie soll als Verbindungsperson zwischen den USA und den beteiligten lateinamerikanischen Staaten fungieren. Allerdings ist die Position hierarchisch unter Außenminister Rubio angesiedelt, der als zentraler Architekt der US-Strategie gegenüber Lateinamerika gilt.

Rubio erklärte während des Treffens, Noem werde eine wichtige Rolle innerhalb der Initiative spielen und eng mit den Partnerstaaten zusammenarbeiten.

Initiative gegen Drogenkartelle

Das Bündnis „Shield of the Americas“ soll laut der US-Regierung den Kampf gegen Drogenhandel und organisierte Kriminalität in der westlichen Hemisphäre stärken und zugleich den Einfluss der USA in der Region festigen.

An dem Gipfel nahmen unter anderem Vertreter aus Argentinien, Chile, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Honduras, Panama und Paraguay teil. Nicht anwesend waren dagegen die Präsidenten von Mexiko und Kolumbien.

In seiner Rede bezeichnete Trump Mexiko als „Epizentrum der Kartellgewalt“ und warnte davor, dass Drogenkartelle zunehmend Einfluss auf staatliche Strukturen gewinnen würden.

Kritik an Noems Amtsführung

Noems Ablösung als Heimatschutzministerin erfolgte nach politischem Druck und Kritik an ihrer Amtsführung. Besonders eine 220 Millionen Dollar teure Werbekampagne zur Abschreckung illegaler Migration hatte für Kontroversen gesorgt.

Trump erklärte später, er habe von den Kosten der Kampagne nichts gewusst und sei darüber überrascht gewesen.

Trotz ihrer Entlassung zeigte sich Noem dankbar für ihre neue Aufgabe. Das Bündnis könne, so sagte sie bei dem Treffen, ein „starkes Beispiel für Sicherheits- und Wirtschaftskooperation“ in der Region sein.

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