Eine palästinensische Aktivistin, die im Zusammenhang mit Protesten an der Columbia University festgenommen wurde, ist nach einem Jahr in US-Immigrationshaft wieder freigelassen worden. Das bestätigten ihre Anwälte.
Die 33-jährige Leqaa Kordia war im April 2024 bei Demonstrationen im Zuge des Gaza-Kriegs zunächst gemeinsam mit zahlreichen weiteren Protestierenden festgenommen worden. Während andere wieder freikamen, geriet sie später erneut ins Visier der Behörden: Im März 2025 wurde sie bei einem routinemäßigen Termin bei der Einwanderungsbehörde festgenommen.
Die US-Behörden werfen ihr vor, ihr Studentenvisum überzogen zu haben. Dieses war bereits 2022 wegen fehlender Teilnahme an ihrem Studium annulliert worden. Zudem wurde gegen sie ermittelt, weil sie Geld ins Ausland überwiesen hatte. Kordia erklärte, es habe sich dabei um Unterstützung für ihre Familie gehandelt. Strafrechtliche Vorwürfe wurden jedoch nicht erhoben.
Ein Einwanderungsrichter stellte laut Medienberichten fest, dass es „überwältigende Beweise“ für die Glaubwürdigkeit ihrer Angaben gebe. Bei einer Anhörung bezeichnete er die Argumentation der Regierung gegen ihre Freilassung als „nicht überzeugend“ und ordnete ihre Entlassung gegen eine Kaution von 100.000 Dollar an.
Nach ihrer Freilassung zeigte sich Kordia sichtlich erleichtert: „Ich bin frei – endlich“, sagte sie vor Journalisten.
Während ihrer Haft klagte sie über gesundheitliche Probleme und schlechte Bedingungen in der Einrichtung in Texas. Unter anderem berichtete sie von Ohnmachtsanfällen und einem Krankenhausaufenthalt.
Die US-Regierung hält dennoch an ihrer Position fest. Ein Sprecher erklärte, Kordia halte sich illegal im Land auf und habe gegen die Bedingungen ihres Visums verstoßen. Man werde weiterhin gegen Personen vorgehen, die kein Aufenthaltsrecht hätten.
Unterstützer sehen den Fall hingegen kritisch. Sie werfen den Behörden vor, Kordia gezielt wegen ihres Engagements für palästinensische Anliegen ins Visier genommen zu haben.
Die Aktivistin darf nun vorerst nach New Jersey zurückkehren, wo sie lebt. Ihr Fall ist jedoch noch nicht abgeschlossen.
Der Fall steht im Kontext einer breiteren Debatte in den USA über den Umgang mit internationalen Studierenden und die Grenzen von Meinungsfreiheit bei politischen Protesten.
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